Carlos Alcaraz hat sich zum zweiten Mal den Titel bei den US Open gesichert – und mit dem Finalsieg gegen Jannik Sinner zugleich die Nummer eins der Welt zurückerobert. In einem packenden Match setzte sich der 22-jährige Spanier mit 6:2, 3:6, 6:1, 6:4 durch und bestätigte damit seine Sonderstellung im Herrentennis.
Jannik hatte 2025 bislang dominiert. Mit den Titeln bei den Australian Open und in Wimbledon – dort schlug er Alcaraz im Finale – galt der Italiener als stärkster Spieler der Saison. Doch in New York traf er auf einen Gegner, der ihn mit wuchtigem Aufschlag, variablen Schlägen und druckvollen Grundlinienbällen über weite Strecken überrollte.
Stimmen von den Experten
Tennis-Ikone Martina Navratilova sah im Auftritt des Spaniers die Antwort auf eine zentrale Frage: „Alcaraz bringt einfach sein bestes Tennis, wenn es am meisten zählt“, sagte sie bei Sky Sports. „Er spürt den Druck gegen Sinner nicht, weil er weiß, dass er sein höchstes Niveau abrufen muss. Sein Spiel ist ein bisschen größer als das von Jannik, und wenn es läuft, ist er praktisch unschlagbar.“
Auch der frühere britische Profi Tim Henman zeigte sich beeindruckt: „Eine Meisterklasse im Balltreffen“, urteilte er. „Ich habe Alcaraz noch nie so aufschlagen sehen. Gegen einen der besten Rückschläger überhaupt war sein Aufschlag phänomenal. Er ließ Sinner kaum Chancen, in die Spiele reinzukommen.“
Annabel Croft, ebenfalls ehemalige britische Nummer eins, betonte die taktische Reife: „Alcaraz setzte von Beginn an den Ton. Wir haben alle seine Fähigkeiten gesehen, er blieb mutig und aggressiv. Er hielt die Nerven, während Jannik zwischen den Punkten oft nachdenklich wirkte.“
Rivalität auf Augenhöhe
Mit diesem Triumph glich Alcaraz die Grand-Slam-Bilanz zwischen ihm und Sinner in diesem Jahr auf 2:2 aus. Beide prägen das Herrentennis 2025 wie kaum jemand zuvor. Während Jannik sich mit dem Rekord-Preisgeld von fünf Millionen Dollar trösten durfte, gehört die sportliche Krone nun wieder Alcaraz. Die Rivalität zwischen den beiden verspricht schon jetzt, auch im kommenden Jahr die großen Bühnen des Tennis zu bestimmen.
