Carlos Alcaraz hat sich mit seinem Triumph bei den US Open die Nummer eins der Tenniswelt zurückgeholt. Der 22-jährige Spanier besiegte im Finale in Flushing Meadows den Titelverteidiger Jannik Sinner mit 6:2, 3:6, 6:1, 6:4 und feierte damit seinen sechsten Grand-Slam-Erfolg. Für Alcaraz ist es bereits die fünfte Amtszeit als Weltranglistenerster. Insgesamt kommt er nun auf 37 Wochen an der Spitze. Sinner, der zuvor 65 Wochen in Folge führte, rutschte auf Platz zwei ab.
Der Vorsprung von Alcaraz ist deutlich: Er liegt nun 760 Punkte vor seinem italienischen Rivalen. Besonders wichtig könnte der Blick auf die kommenden Monate sein. Während Alcaraz nur 1.000 Punkte zu verteidigen hat, muss Sinner 2.830 Zähler verteidigen – darunter Titel beim Shanghai Masters und den ATP Finals.
Verschiebungen hinter den Top Zwei
Alexander Zverev bleibt Dritter, hat aber bereits 4.850 Punkte Rückstand auf Sinner. Novak Djokovic verbesserte sich nach seinem Halbfinaleinzug um drei Plätze auf Rang vier und liegt knapp vor Taylor Fritz, der mit 155 Punkten Rückstand Fünfter ist.
Weitere Veränderungen betreffen Lorenzo Musetti, der nach seinem Viertelfinale bei den US Open auf Platz neun kletterte. Felix Auger-Aliassime machte mit seinem Lauf ins Halbfinale einen großen Sprung um 14 Plätze nach oben und ist nun die Nummer 13 der Welt.
Daniil Medvedevs Krise setzte sich dagegen fort. Der ehemalige Spitzenreiter verlor bereits in der ersten Runde und fiel um fünf Plätze auf Rang 18 zurück. Ebenfalls Verluste hinnehmen musste Frances Tiafoe, der nach einem frühen Aus zwölf Plätze verlor und nun auf Position 29 rangiert.
Neue Gesichter und starke Aufsteiger
Positive Schlagzeilen schrieb auch der junge João Fonseca, der nach seiner Drittrunden-Teilnahme auf Platz 41 kletterte – die beste Platzierung seiner Karriere. Kamil Majchrzak ist neuer polnischer Nummer eins, nachdem er Hubert Hurkacz überholte. Er sprang 14 Plätze auf Rang 62.
Eine der größten Überraschungen lieferte Leandro Riedi. Der Schweizer kämpfte sich über die Qualifikation ins Achtelfinale und machte 268 Plätze gut, womit er nun auf Rang 167 steht. Coleman Wong sorgte zudem für ein Stück Tennisgeschichte: Er ist der erste Spieler aus Hongkong, der das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers in der Open Era erreichte, und verbesserte sich auf Rang 148.
