Stefanos Tsitsipas’ Teilnahme am Six Kings Slam Mitte Oktober steht auf der Kippe. Der Grieche musste sich am Donnerstag einer Operation an der Lendenwirbelsäule unterziehen. Wie das Portal Tennis24 berichtet, litt er seit Wochen unter starken Schmerzen, die sowohl Training als auch Matches beeinträchtigten.
Ursprünglich war Tsitsipas selbst nur als Ersatz eingesprungen, nachdem Jack Draper verletzungsbedingt abgesagt hatte. Nun droht jedoch auch sein Ausfall. Laut Ärzten beträgt die Genesungszeit zwei bis sechs Wochen. Der Show-Wettbewerb in Saudi-Arabien beginnt am 15. Oktober – ob Tsitsipas bis dahin fit wird, ist offen.
Millionen-Event ohne ATP-Punkte
Der Six Kings Slam ist kein offizielles ATP-Turnier, lockt aber mit enormen Preisgeldern. Allein für die Teilnahme gibt es 1,5 Millionen Dollar. Der Sieger kassiert 4,5 Millionen. Im Vorjahr holte sich Jannik Sinner den Titel und verdiente rund 4,8 Millionen Pfund für nur drei Matches. Neben Sinner treten in diesem Jahr auch Carlos Alcaraz, Novak Djokovic, Alexander Zverev und Taylor Fritz an. Sollte Tsitsipas ausfallen, müssen die Organisatoren kurzfristig Ersatz finden.
Auch abseits des Courts sorgt das Event für Schlagzeilen. Netflix hat die exklusiven Übertragungsrechte erworben und verspricht „einzigartige Einblicke mit über 20 Hightech-Kameras“. Damit soll die Ausstellung noch stärker als Medienspektakel inszeniert werden.
Kritik an Austragungsort Saudi-Arabien
Gleichzeitig gibt es deutliche Kritik. Menschenrechtsorganisationen werfen Saudi-Arabien mangelnde Gleichberechtigung und Einschränkungen von Freiheitsrechten vor. Spieler Andy Murray äußerte sich bereits im Vorjahr kritisch. Als ein Trailer die Stars in Kostümen zeigte und Kollege Liam Broady dazu schrieb, er würde „diesen Film ansehen, 10/10“, entgegnete Murray trocken: „Es ist kein Film, und du wirst ihn nicht anschauen, weil es ein Show-Tennis-Event ist, das niemanden interessiert.“
Ob Tsitsipas nun rechtzeitig zurückkehrt oder nicht – das Turnier bleibt umstritten, sowohl wegen seiner Millionenprämien als auch wegen des Austragungsortes.
