Carlos Alcaraz hat beim Japan Open eindrucksvoll gezeigt, warum er die Nummer eins der Welt ist. Im Viertelfinale setzte sich der Spanier mit 6:2, 6:4 gegen den Amerikaner Brandon Nakashima durch und erreichte bei seinem Debüt in Tokio die Runde der letzten Vier.
Nach einem leichten Knöchelproblem in der ersten Runde hatten viele Fans gezweifelt, ob er sein volles Potenzial abrufen könnte. Doch schon der klare Sieg gegen Zizou Bergs in Runde zwei deutete an, dass er fit ist. Gegen Nakashima spielte Alcaraz schließlich nahezu fehlerfrei und begeisterte das Publikum mit Tempo und Präzision.
Zahlen, die beeindrucken
Alcaraz verwandelte 67 Prozent seiner ersten Aufschläge und verlor insgesamt nur acht Punkte bei eigenem Service. Sein Gegner kam zwar auf eine ähnlich hohe Quote beim ersten Aufschlag, wurde aber dreimal gebreakt und musste sieben Breakbälle abwehren.
Besonders auffällig: Von 109 gespielten Punkten gewann Alcaraz 39 direkt durch Winner – 25 Vorhände, 12 Rückhände und einen Aufschlag. Trotz seiner aggressiven Spielweise unterliefen ihm nur 18 unerzwungene Fehler. Auch am Netz war er sicher und gewann elf von 14 Punkten. Das Statistikmodell der ATP bewertete seine Vorhand mit 9,7 und seine Rückhand mit 9,5 von 10 möglichen Punkten.
Den Schlusspunkt setzte Alcaraz in beeindruckender Manier. Nach drei vergebenen Matchbällen beim Stand von 5:3 servierte er bei 5:4 vier Winner in Serie – darunter ein Rückhand-Volley und zwei krachende Vorhände. „Das letzte Spiel war für mich etwas Besonderes. Es ist immer schwer, ein Match zuzumachen, doch heute habe ich wirklich großartige Punkte gespielt“, erklärte der sechsfache Grand-Slam-Sieger.
Lob von Experten
Auch Kommentator Barry Cowan war begeistert: „Alcaraz hat heute Abend eine richtige Show geboten, brillant. 39 Winner und nur ein Ass – solche Zahlen habe ich in einem Zwei-Satz-Match noch nicht gesehen. Das war ein Privileg, zuzuschauen.“
Im Halbfinale wartet nun Casper Ruud, Nummer zwölf der Welt.
