Holger Rune hat sich beim Shanghai Masters nicht nur sportlich hervorgetan, sondern auch ein wichtiges Thema angesprochen: den Umgang mit extremer Hitze. Der 21-jährige Däne erreichte mit einem 6:4, 6:7(7), 6:3 gegen Giovanni Mpetshi Perricard erstmals das Viertelfinale des Turniers und forderte anschließend eine klare Regelung zum Hitzeschutz.
„Es sollte eine Hitze-Regel geben“
Die Bedingungen in Shanghai sind derzeit extrem. Temperaturen über 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit machen den Spielern schwer zu schaffen. Mehrere Profis mussten bereits aufgeben oder kämpften sichtbar mit der Belastung – unter ihnen Jannik Sinner, der in Runde drei wegen Krämpfen aufgab, und Taylor Fritz, der in der Hitze zusammenbrach.
Rune erklärte nach seinem Sieg: „Ich denke, es sollte eine Hitze-Regel geben, wie bei den Grand Slams. Ich glaube, jeder Spieler würde dem zustimmen.“ Er betonte, dass der Dienstag „etwas besser“ gewesen sei, aber fügte hinzu: „Es war trotzdem brutal. Wir sind fit und mental stark, aber es gibt eine Grenze. Es geht auch um unsere Gesundheit – wir müssen überleben.“
Die Grand-Slam-Turniere und die WTA haben bereits Richtlinien, die Spielern unter extremen Bedingungen Pausen erlauben. Bei der ATP gibt es bisher keine entsprechende Regelung, was Rune nun ändern möchte.
Spieler klagen über „brutale“ Bedingungen
Auch der Belgier Zizou Bergs, erstmals in einem Masters-Viertelfinale, bestätigte die schwierigen Bedingungen: „Zwei Tage zuvor war es einfach absolut brutal. Man gewöhnt sich etwas daran, aber es bleibt hart. Ich stehe hier und fühle mich, als würde ich in einem Schwimmbecken stehen.“
Obwohl die Temperaturen am Dienstag leicht gesunken sind, erwartet die Spieler in den kommenden Tagen erneut drückende Hitze – am Finalsonntag soll das Thermometer auf 35 Grad steigen. Rune trifft am Donnerstag bei vorhergesagten 31 Grad im Viertelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Tallon Griekspoor und Valentin Vacherot.
