Valentin Vacherot und Arthur Rinderknech sorgten beim Shanghai Masters für Aufsehen. Der Monegasse startete als Qualifikant von Rang 204, schlug auf dem Weg ins Finale unter anderem den 24-fachen Major-Sieger Novak Djokovic sowie die Nummer 10 Holger Rune und gewann schließlich das Duell der Cousins. Rinderknech, zuvor die Nummer 54, besiegte im Halbfinale Daniil Medwedew. Beide sprangen im Ranking nach vorne: Vacherot auf Platz 40, Rinderknech auf 28. Die Punkte kamen jedoch zu spät für das nächste Highlight in Europa.
Warum Paris verpasst wird
Der Cut für das Paris Masters (56er-Feld) lag am 27. September, direkte Tickets gab es für die Top 44. Rinderknech lag damals außerhalb und muss durch die Qualifikation; als Nummer 9 der Alternates hat er zudem eine kleine Chance auf einen Nachrückerplatz. Vacherot verpasste mit 204 nicht nur das Hauptfeld, sondern auch die Quali.
Wildcard-Fenster offen
Ganz ist die Tür nicht zu. Vier Wildcards für das Hauptfeld und vier für die Quali stehen noch aus. Turnierdirektor Cédric Pioline bestätigte Vacherots Bewerbung: „Was in Shanghai erreicht wurde, ist einzigartig, phänomenal, denn wir sprechen von seinem Lauf von der Qualifikation bis ins Finale – gemeinsam mit seinem Cousin Rinderknech im Endspiel. Das ist an sich schon eine absolut unglaubliche Leistung. Beim Rolex Paris Masters gibt es eine Plattform, über die Spieler aus Frankreich und dem Ausland eine Wildcard beantragen können; die Frist endet am kommenden Sonntag. Um Ihre Frage zu beantworten: Vacherot hat bereits eine Wildcard beantragt.“
Rinderknech, viermal im Hauptfeld seines Heimturniers, gilt naturgemäß als Kandidat für eine Einladung.
Vacherot selbst beschreibt, was ein Start bedeuten würde: „Es wäre ein Traum. Vor zwei Wochen hätte ich mir niemals vorgestellt, eines Tages das Paris-Turnier spielen zu können. Ich dachte, ich würde wie üblich bei Challengern in Asien aufschlagen. Mich in der La Défense Arena wiederzufinden, wäre verrückt für mich.“
