Holger Rune steht vor einer langen Pause. Beim Nordic Open in Stockholm führte der 22-Jährige gegen Ugo Humbert 6:4, 2:2, als er mitten im Ballwechsel abrupt stoppte und schmerzverzerrt seinen linken Fuß streckte. Kurz danach bestätigte seine Mutter Aneke: Ein Riss der Achillessehne. Medizinische Betreuer untersuchten Rune noch auf dem Platz, er humpelte zum Stuhl und weinte. Die erste Einschätzung deutet auf mindestens vier bis sechs Monate Ausfall hin. Eine Rückkehr auf Topniveau wird deutlich anspruchsvoller, was seine Saison 2026 stark beeinträchtigen könnte.
Stimmen aus dem Presseraum
Journalist Nicholas Albek (SpilXperten) schilderte Tennis365 eine bedrückte Stimmung: „Zuerst tut es mir unglaublich leid für Holger. Er ist einer der größten dänischen Namen und ein fantastischer Spieler. In meinen Augen gehört er noch immer zu den talentiertesten der Welt.“ Seine Information kam direkt nach dem Match: „Aneke Rune hat mir bestätigt, dass die Achillessehne gerissen ist. Am Sonntag folgt ein Scan, um zu klären, ob eine Operation nötig ist. Das ändert am Zeitplan wohl wenig.“
Albek ergänzte: „Bisher lautet die Prognose drei bis sechs Monate, jedoch fürchte ich, dass Aneke hier etwas optimistisch ist. Ich hoffe natürlich das Beste, denn Holger ist ein großartiger Typ und nimmt sich stets Zeit für uns Journalisten.“ Im Presseraum herrschte „Fassungslosigkeit und Totenstille“. Auch Gegner Humbert wirkte betroffen: „Es ist wirklich schade, und es tut mir sehr leid für ihn. So wollte ich nicht gewinnen. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er stark zurückkommt.“
Was jetzt bevorsteht
Eine Achillessehnenverletzung setzt die Debatte über die Länge der ATP-Saison erneut auf die Agenda. Für Dänemark ist der Ausfall ein Schock, sportlich wie emotional. Ob Operation oder konservative Therapie: Die Reha wird Monate beanspruchen. Runes Team plant die nächsten Schritte, während Fans und Tour auf sein Comeback warten.
