Jannik Sinner greift diese Woche beim Vienna Open wieder ins ATP-Geschehen ein – sein erster offizieller Auftritt seit dem verletzungsbedingten Rückzug in Shanghai. Er gewann zwar am Wochenende die Six Kings Slam Exhibition in Riad, doch in Österreich zählt es wieder für die Rangliste. Nach der Aufgabe in Shanghai ist der Rückstand auf die Nummer 1, Carlos Alcaraz, gewachsen. Der Spanier pausiert derzeit und steht bei 11.340 Punkten, Sinner startet in Wien mit 10.000. In der Race to Turin-Wertung führt Alcaraz mit 11.040 zu Sinners 8.500. Die Saisonangaben in manchen Berichten waren uneinheitlich; es geht um den Endspurt 2025.
Was Sinner jetzt leisten muss
Sinner bleiben drei große Turniere: Wien (ATP 500), Paris-Bercy (Masters 1000) und die ATP Finals. Holt er in allen drei Turnieren den Titel und bleibt in Turin ungeschlagen, kämen maximal 3.000 Punkte hinzu. Ohne Wien wären es höchstens 2.500 – zu wenig, falls Alcaraz weiter punktet. Ein Triumph in der Stadthalle wäre daher ideal. Ein Finale hielte ihn im Rennen, ein Titel würde seine Saison-Punktzahl auf 9.000 heben und den Abstand in der Race-Wertung auf 2.040 reduzieren.
Hypothetische Zwischenstände Wien
Runde 1: 8.500 – Runde 2: 8.550 – Viertelfinale: 8.600 – Halbfinale: 8.700 – Finale: 8.830 – Sieger: 9.000.
Warum Alcaraz dennoch vorn ist
Alcaraz braucht nur 461 weitere Zähler, um die Jahresend-Nummer 1 unabhängig von Sinners Ergebnissen zu sichern. Das Punktemodell spricht für ihn, insbesondere in Paris (1.000 für den Sieger, 650 für den Finalisten) und bei den ATP Finals, wo pro Round-Robin-Sieg 200 Punkte vergeben werden. Ein drittes Paris-Rundenergebnis (100) plus zwei Gruppensiege (400) würde bereits reichen. Sinner hat also eine Chance, allerdings nur, wenn er in Wien sofort wieder Rhythmus, Matches und den Titel holt.
