Ben Sheltons frühes Cincinnati-Aus rückt ATP-Zeitplan in den Fokus

by Faruk Imamovic
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Ben Sheltons frühes Cincinnati-Aus rückt ATP-Zeitplan in den Fokus
© BenSheltonenjoy/X/Fair Use

Ben Sheltons Lauf auf nordamerikanischem Hartplatz ist in Cincinnati abrupt gestoppt worden. Nach seinem Titelgewinn beim Canadian Open verlor der Amerikaner sein Auftaktmatch beim Cincinnati Open in zwei Sätzen gegen Jaime Faria.

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Die Niederlage fällt besonders auf, weil Shelton in Montreal zuvor keinen Satz abgegeben hatte. Auf dem Weg zum Titel besiegte er Brandon Nakashima, Learner Tien, Jakub Mensik und Joao Fonseca. Wenige Tage später war beim nächsten Masters-Turnier bereits nach dem ersten Einsatz Schluss.

Ein Muster über mehrere Jahre

Sheltons Ausscheiden steht nicht allein. In vier der vergangenen fünf Jahre verlor der jeweilige Champion des Canadian Open sein erstes Match in Cincinnati.

2022 traf es Pablo Carreno Busta, 2023 Jannik Sinner und 2024 Alexei Popyrin. Shelton selbst kam 2025 immerhin bis ins Viertelfinale, bevor er nun 2026 wieder beim Auftakt scheiterte.

Damit ist ein auffälliges Muster entstanden: Erfolg beim ersten Masters garantiert keineswegs Schwung für das unmittelbar folgende Turnier. Die Ergebnisse allein beweisen zwar nicht, dass der Zeitplan für jedes frühe Ausscheiden verantwortlich ist. Sie zeigen jedoch, wie schwierig es geworden ist, bei beiden Veranstaltungen nacheinander weit zu kommen.

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Rafael Nadal war 2013 der bislang letzte Spieler, der sowohl das Canadian Open als auch Cincinnati im selben Jahr gewann. Vor ihm gelang dies bei den Männern lediglich Andre Agassi, Andy Roddick, Pat Rafter, Eddie Dibbs und Cliff Richey.

Zwei große Turniere, kaum Raum dazwischen

Zusätzliche Bedeutung bekommt Sheltons Niederlage durch die Ausweitung der Masters-Turniere über zwei Wochen. Gleichzeitig liegt die nordamerikanische Hartplatzphase direkt vor den US Open, was den Umgang mit Belastung und Turnierplanung besonders wichtig macht.

Shelton liefert dafür ein aktuelles Beispiel. In Montreal absolvierte er einen kompletten Titellauf, musste anschließend aber unmittelbar beim nächsten Masters antreten. Statt seine starke Form fortzusetzen, war sein Turnier in Cincinnati schnell beendet.

Der Vergleich der vergangenen fünf Jahre legt deshalb nahe, dass die Kombination aus zwei großen Turnieren in enger Folge für die jeweiligen Canadian-Open-Sieger besonders anspruchsvoll ist. Eine freie Woche zwischen beiden Veranstaltungen würde den Abstand vergrößern und erfolgreichen Spielern mehr Zeit zwischen zwei Masters-Auftritten geben.

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Sheltons Niederlage ändert nichts an seinem Titel in Montreal. Sie verstärkt jedoch die Diskussion darüber, wie schwer es geworden ist, beide nordamerikanischen Masters nacheinander erfolgreich zu bestreiten.

Ben Shelton
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