Stan Wawrinka hat den US Open mit einer stilvollen und emotionalen Botschaft gewürdigt – obwohl ihm die Wildcard für seinen eigentlich letzten Auftritt in Flushing Meadows verweigert wurde.
Der dreimalige Grand-Slam-Champion hatte öffentlich um eine Wildcard gebeten. Als ehemaliger US-Open-Sieger, der seine Karriere am Ende der Saison 2026 beendet, galt er als aussichtsreicher Kandidat.
Doch Wawrinka fehlte zunächst auf der Wildcard-Liste. Auch als später weitere Plätze frei wurden, blieb der Schweizer unberücksichtigt. Die letzte Wildcard ging schließlich an den US-Amerikaner Patrick Kypson, die Nummer 115 der Weltrangliste.
Der frühere Weltranglisten-Dritte verzichtete zudem auf die Teilnahme an der Qualifikation. Damit erhält er keine letzte Gelegenheit mehr, in New York auf dem Platz zu stehen.
Wawrinka blickt auf seine besondere Beziehung zu New York zurück
Seinen ersten Auftritt bei den US Open als Profi hatte Wawrinka 2005. Nach einer Niederlage in der zweiten Qualifikationsrunde verpasste er damals den Sprung ins Hauptfeld.
Ein Jahr später feierte der Schweizer sein Debüt im Hauptfeld. Zwischen 2006 und 2024 nahm er insgesamt 17-mal an den US Open in Flushing Meadows teil.
Mit Blick auf seine lange Verbindung zu New York räumte Wawrinka ein, dass ihn die Stadt anfangs überfordert habe. Mit den Jahren entwickelte sie sich jedoch zu einem seiner Lieblingsorte auf der Welt.
„When I first arrived in New York from a small farming village in Switzerland, everything felt too big“, schrieb der US-Open-Sieger von 2016 in einem Instagram-Beitrag.
„The noise. The energy. The crowds. The lights. But year after year New York slowly became one of my favorite places in the world. This city challenged me. It pushed me. It brought something out of me that few places ever could. I experienced some of the strongest emotions of my career here. The battles, the late nights, the incredible atmosphere, the love from the crowd… Memories that will stay with me forever.“
Wawrinka bezeichnet US-Open-Triumph 2016 als einen der größten Momente seines Lebens
Nachdem Wawrinka bei den US Open 2013 und 2015 jeweils im Halbfinale gescheitert war, gelang ihm 2016 der entscheidende Schritt weiter.
Im Halbfinale setzte sich der Schweizer gegen Kei Nishikori durch. Im Endspiel bezwang er anschließend Novak Djokovic mit 6:7 (1), 6:4, 7:5, 6:3 und gewann damit seinen dritten Grand-Slam-Titel.
Gegen Djokovic zeigte Wawrinka eine herausragende Leistung. Sein Auftritt in diesem Finale gilt weithin als eine der besten Vorstellungen seiner Karriere.
„Winning the US Open, in the city that never sleeps, will forever be one of the greatest moments of my life. Thank you, New York. Thank you US Open. Thank you to every single fan who supported me, pushed me, believed in me and shared all these emotions with me over the years. Forever grateful. Forever New York,“ ergänzte der 41-Jährige.
Immerhin erhielt Wawrinka 2026 Wildcards für die ersten drei Grand-Slam-Turniere des Jahres: die Australian Open, die French Open und Wimbledon.
