Sandro Kopp hat beim Challenger-Turnier in Augsburg das Halbfinale erreicht. Der Österreicher setzte sich gegen den Tschechen Martin Krumich mit 6:2 und 6:4 durch und benötigte dafür 81 Minuten.
Der Erfolg bestätigt Kopps gute Entwicklung auf Challenger-Ebene. Ende Juni stand er in Plowdiw erstmals in einem Finale dieser Kategorie. Vor zwei Wochen erreichte er mit Platz 280 zudem seine bislang beste Weltranglistenposition.
Frühes Break gibt Kopp Kontrolle
Kopp setzte im ersten Satz mit dem Break zum 3:1 das erste klare Zeichen. Krumich erhielt später drei Chancen, den Rückstand zu verkürzen, doch Kopp verteidigte sein Aufschlagspiel.
Diese Phase war für den Verlauf wichtiger als das deutliche Satzergebnis vermuten lässt. Ein Rebreak hätte Krumich wieder in den Satz gebracht. Kopp blieb jedoch stabil und nutzte anschließend einen weiteren Aufschlagverlust des Tschechen zum 6:2.
Der Österreicher setzte damit gegen einen höher platzierten Gegner seine Chancen konsequenter um. Krumich stand als Nummer 262 der Welt 30 Positionen vor Kopp.
Geduld entscheidet den zweiten Satz
Im zweiten Durchgang gab es lange kaum Möglichkeiten für den Rückschläger. Beide Spieler kontrollierten ihre Aufschlagspiele, wodurch sich der Druck immer stärker auf Krumichs Service beim Stand von 4:5 verlagerte.
Kopp erspielte sich plötzlich drei Matchbälle bei 0:40. Den zweiten nutzte er und verhinderte damit einen Tiebreak, der die Partie wieder vollständig hätte öffnen können.
Der Sieg zeigt eine wichtige Qualität für Kopps weiteren Weg: Er musste nicht über die gesamte Begegnung spektakulär spielen. Im ersten Satz wehrte er die gefährlichste Phase ab, im zweiten wartete er auf die erste echte Gelegenheit.
Sein Finaleinzug in Plowdiw endete noch knapp. Dort verlor er gegen den Spanier Iñaki Montes de la Torre im Tiebreak des dritten Satzes. Augsburg bietet nun eine weitere Chance, aus guten Wochen ein dauerhaft höheres Niveau zu machen.
Für den 26-Jährigen ist jedes Challenger-Halbfinale auch im Hinblick auf die Rangliste bedeutend. Entscheidend bleibt, ob er die Stabilität aus dem Match gegen Krumich über zwei weitere Runden halten kann. Seine Leistung im Viertelfinale zeigte jedenfalls, dass er gegen einen besser klassierten Gegner nicht nur mithalten, sondern die wichtigen Punkte kontrollieren kann.
