Stefanos Tsitsipas und Daniel Altmaier sind beim ATP-250-Turnier in Winston-Salem im Achtelfinale ausgeschieden. Beide reisen damit ohne den erhofften tiefen Lauf zur letzten Grand-Slam-Veranstaltung des Jahres nach New York.
Tsitsipas verlor gegen Aleksandar Kovacevic mit 3:6 und 6:7(1). Altmaier unterlag Ignacio Buse nach einem engeren Match mit 6:7(5) und 5:7.
Tsitsipas bleibt ohne zweiten Sieg
Der Grieche hatte zum Auftakt Jenson Brooksby geschlagen, konnte diesen Erfolg gegen Kovacevic jedoch nicht bestätigen. Als Nummer 53 der Weltrangliste braucht Tsitsipas dringend konstante Ergebnisse, doch auch in Winston-Salem blieb es bei einem einzelnen Sieg.
Seine Grand-Slam-Saison liefert ebenfalls wenig Sicherheit. Bei den French Open und in Wimbledon schied er jeweils in der zweiten Runde aus.
Winston-Salem sollte ihm zusätzliche Matchpraxis verschaffen, während viele andere Spieler bereits in New York trainierten. Statt eines längeren Rhythmusblocks erhält er nun zwar mehr Vorbereitungszeit vor Ort, nimmt jedoch erneut eine Niederlage mit.
Auch das übrige Feld verlor früh prominente Namen. Der topgesetzte Daniil Medvedev scheiterte gleich in seinem ersten Match an Martin Damm. Der an Position zwei geführte Luciano Darderi verlor im Achtelfinale gegen Botic van de Zandschulp.
Altmaier gibt zwei Führungen ab
Altmaiers Niederlage war besonders ärgerlich, weil er in beiden Sätzen Möglichkeiten besaß. Im ersten Durchgang gelang ihm das erste Break, Buse antwortete jedoch sofort und gewann später den Tiebreak.
Im zweiten Satz führte Altmaier erneut mit einem Break und lag 4:2 vorne. Wieder konnte er den Vorsprung nicht sichern. Beim Stand von 5:6 hielt er dem Druck nicht stand und verlor sein Aufschlagspiel zum Matchende.
Damit war nicht ein grundsätzliches Leistungsdefizit entscheidend, sondern die fehlende Stabilität nach erarbeiteten Vorteilen. Für ein Grand-Slam-Turnier ist genau diese Fähigkeit wichtig, weil einzelne Schwächephasen in langen Matches schnell einen gesamten Satz kosten können.
Buse zog ins Viertelfinale ein und trifft dort auf Juan Manuel Cerúndolo.
Tsitsipas und Altmaier reisen nun mit unterschiedlichen Problemen weiter. Dem Griechen fehlt eine Serie positiver Ergebnisse. Altmaier muss aus einem engen Match lernen, in dem er zweimal die bessere Ausgangslage nicht verwertete. Beide haben in New York die Chance auf einen Neustart, doch Winston-Salem lieferte ihnen keinen überzeugenden Formbeweis.
