Stefanos Tsitsipas setzt bei den US Open auf Patrick Mouratoglou. Der französische Erfolgscoach unterstützt den Griechen in New York gemeinsam mit Tomas Perrin und bestätigte: „Ich werde mich in New York um Stefanos Tsitsipas kümmern.“ Für den Weltranglisten-53. ist die Zusammenarbeit ein weiterer Versuch, eine Saison mit zu wenigen konstanten Resultaten zu stabilisieren.
Mouratoglou begleitete Serena Williams bei zehn ihrer 23 Grand-Slam-Titel und kennt den Druck großer Turniere. Tsitsipas bringt seinerseits Finalerfahrung aus Paris und Melbourne mit, hat bei den US Open jedoch eine Bilanz von sieben Siegen und acht Niederlagen. Weiter als bis zur dritten Runde kam er in New York noch nie.
Ein Trainerwechsel allein beseitigt keine Muster
Nach seiner Wimbledon-Niederlage beendete Tsitsipas die erneute Zusammenarbeit mit seinem Vater Apostolos. Der häufige Wechsel von Stimmen kann kurzfristig neue Energie bringen, erschwert aber den Aufbau klarer Automatismen. Mouratoglous wichtigste Aufgabe besteht daher weniger in einer technischen Revolution als in der Auswahl weniger, verbindlicher Prinzipien.
Tsitsipas muss seinen Return stabilisieren und die einhändige Rückhand besser vor hohem Tempo schützen. Gleichzeitig darf er seine Stärken nicht verlieren: ein offensiver erster Aufschlag, frühe Vorhände und der Weg ans Netz. In engen Phasen zog er sich zuletzt zu oft zurück und gab Gegnern Zeit, die schwächere Rückhandseite anzuspielen.
Fils bietet sofort einen harten Test
Der Auftakt gegen Arthur Fils lässt keine lange Eingewöhnung zu. Der Franzose hat bereits einen Masters-Titel gewonnen und kann mit Athletik sowie Tempo Druck aufbauen. Tsitsipas reist zwar mit einem Turniersieg in Gstaad an, seinem ersten Titel seit 16 Monaten, verlor danach aber in Montreal und Cincinnati jeweils in Runde zwei.
In Winston-Salem bezwang er Jenson Brooksby, ehe Aleksandar Kovacevic ihn stoppte. Diese Resultate zeigen kleine Fortschritte, aber noch keine Serie. Mouratoglou muss vor allem verhindern, dass ein verlorener Satz sofort taktische Unruhe auslöst. Ein klarer Plan für Returnposition und Rückhandduelle wäre bereits wertvoll.
