Daniel Altmaier erhält den fünften Platz im deutschen Aufgebot für das Davis-Cup-Duell mit Kroatien. Teamchef Michael Kohlmann nominierte den 27-Jährigen für die Begegnung am 19. und 20. September in Halle/Westfalen. Altmaier setzte sich bei der Auswahl gegen Jan-Lennard Struff durch.
Das Team des Deutschen Tennis Bundes wird von French-Open-Sieger Alexander Zverev angeführt. Yannick Hanfmann sowie die Doppelspezialisten Kevin Krawietz und Tim Pütz waren bereits berufen worden. Für Altmaier ist es die vierte Nominierung im Davis Cup.
Direkte Vergleiche sprachen für Altmaier
Kohlmann betonte, dass ihm die Entscheidung zwischen zwei formstarken Spielern schwergefallen sei. Altmaier konnte in dieser Saison jedoch bereits Marin Cilic und Dino Prizmic bezwingen, die beide für Kroatien nominiert sind. Damit besitzt er nicht nur allgemeine Form, sondern konkrete positive Erfahrungen gegen mögliche Gegner.
“Zudem fand ich es beeindruckend, wie er sich nach einem schwierigen Jahresstart zurückgekämpft und insbesondere bei den deutschen Turnieren im Sommer überzeugt hat”, sagte Kohlmann. Die Begründung zeigt, dass Kontinuität und Widerstandsfähigkeit ebenso gewichtet wurden wie einzelne Ergebnisse.
Struffs Nichtberücksichtigung ist deshalb keine grundsätzliche Abwertung. Kohlmann bestätigte ausdrücklich, dass beide im laufenden Jahr gute Resultate erzielt haben. Bei nur fünf Plätzen musste der Kapitän jedoch eine Entscheidung treffen, die möglichst viele Einsatzszenarien abdeckt.
Zverev führt, das Doppel bleibt ein Schlüssel
Mit Zverev verfügt Deutschland über den klar stärksten Einzelspieler der Begegnung. Altmaier und Hanfmann erweitern die Optionen für das zweite Einzel und mögliche Anpassungen zwischen den Spieltagen. Krawietz und Pütz bilden zugleich ein eingespieltes Doppel, das in einem engen Duell entscheidend werden kann.
Kroatien reist mit Cilic, Prizmic, Mate Pavic und Nikola Mektic an. Pavic und Mektic verleihen dem Doppel erhebliche Qualität, während Cilic Erfahrung in großen Mannschaftsbegegnungen einbringt. Altmaiers bisherige Siege gegen Cilic und Prizmic sind ermutigend, garantieren unter Davis-Cup-Druck aber keine Wiederholung.
Der Heimort Halle kann Deutschland zusätzliche Energie geben. Gleichzeitig steigt dadurch die Erwartung, mit Zverev an der Spitze die nächste Runde zu erreichen. Der Sieger qualifiziert sich für das Finalturnier im November in Bologna.
