Stan Wawrinkas letzter US-Open-Auftritt endet gegen Berrettini

by Faruk Imamovic
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Stan Wawrinkas letzter US-Open-Auftritt endet gegen Berrettini
© rolandgarros/X/Fair Use

Stan Wawrinkas letztes Match als aktiver Spieler bei den US Open endete mit einer Dreisatzniederlage gegen Matteo Berrettini. Der Schweizer verlor die ersten beiden Durchgänge im Tiebreak und erhielt im dritten Satz kein Spiel mehr. Das Ergebnis war deutlich, der Abschied auf dem vollen Grandstand dennoch herzlich.

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Wawrinka hatte erst spät eine Wildcard für seinen letzten Auftritt in New York bekommen. Für den Champion von 2016 wurde daraus noch einmal eine große Bühne, auf der die Zuschauer auch Stehplätze im obersten Bereich nutzten. Berrettinis eigene Popularität verstärkte die Atmosphäre zusätzlich.

Die Chance im zweiten Satz blieb ungenutzt

Im ersten Durchgang führte Berrettini lange mit einem Break. Wawrinka kämpfte sich zurück, verlor den Satz jedoch im Tiebreak. Der zweite Abschnitt bot ihm die bessere Gelegenheit: Beim Stand von 5:3 lag der Schweizer vorne und erspielte sich als Rückschläger Satzbälle.

Er konnte sie nicht nutzen und verlor auch diesen Tiebreak. Danach sank die Spannung im sportlichen Sinn. Berrettini gab im dritten Satz kein Spiel mehr ab und verwandelte Wawrinkas letzten New-York-Auftritt in einen nüchternen 6:0-Schlusspunkt.

Der Verlauf fasste einen Teil von Wawrinkas später Karriere treffend zusammen. Seine Schlagkraft und sein Mut reichten weiterhin für Phasen auf hohem Niveau. Über längere Strecken wurde es jedoch schwieriger, Chancen gegen jüngere Spitzenspieler konsequent zu sichern und nach Rückschlägen dieselbe Intensität wiederherzustellen.

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New York erinnert sich an den Champion von 2016

Die Reaktion der Zuschauer richtete sich deshalb nicht allein nach dem letzten Satz. Wawrinka hatte hier vor zehn Jahren einen seiner drei Grand-Slam-Titel gewonnen und sich mit seiner einhändigen Rückhand, kompromisslosen Offensive und Widerstandsfähigkeit einen festen Platz in der Turniergeschichte erarbeitet.

Sein Abschied fiel zudem in eine Schweizer Tenniswoche mit besonderer Symbolik. Roger Federer trat zunächst zu einem Schaukampf im Arthur Ashe Stadium an und wurde anschließend offiziell in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen. Wawrinkas eigene Karriere macht auch ihn zu einem naheliegenden Kandidaten für diese Ehrung.

Für Berrettini öffnet sich derweil ein veränderter Weg. Statt gegen Novak Djokovic spielt er in der zweiten Runde gegen Mariano Navone, der den Serben überraschend bezwang. Der Italiener verlässt das Abschiedsmatch mit einem klaren Sieg und einer realistischen Chance auf ein weiteres Vorankommen.

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Wawrinka verlässt New York ohne letztes Ergebnis für die Statistik, das seiner besten Zeit entspricht. Der volle Platz und der lange Applaus erzählten jedoch eine andere Form von Erfolg. Sie würdigten nicht drei verlorene Sätze, sondern eine Laufbahn, die auf derselben Anlage ihren größten amerikanischen Triumph erlebt hatte.

New York erinnert sich weiterhin an den Triumph, nicht die Niederlage.

Stan Wawrinka
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