Jan-Lennard Struff reagiert mit klarem US-Open-Sieg

by Faruk Imamovic
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Jan-Lennard Struff reagiert mit klarem US-Open-Sieg
© TheTennisLetter/X/Fair Use

Jan-Lennard Struff hat einen widersprüchlichen Tag in New York sportlich überzeugend beendet. Wenige Stunden nachdem sein Fehlen im deutschen Davis-Cup-Aufgebot bekannt geworden war, besiegte er Camilo Ugo Carabelli bei den US Open mit 6:4, 6:3, 6:3 und erreichte die zweite Runde.

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Der 36-Jährige ließ sich von der Nachricht außerhalb des Platzes nicht aus dem Rhythmus bringen. Auf Court 4 unterstützten ihn deutsche Fans mit „Struffi“-Rufen. Struff kontrollierte die Partie, während Carabelli besonders zum Ende des zweiten Satzes nachließ und diesen mit zwei Doppelfehlern abschloss.

Die Reaktion bleibt rein sportlich

Struff machte aus dem Ergebnis keine direkte Abrechnung mit der Nominierung. „Es war ein merkwürdiges Match. Ich bin glücklich, drei Sätze - gut“, sagte er nach dem Sieg. Die knappe Antwort passt zu einem Auftritt, bei dem er die Aufmerksamkeit auf seine eigene Aufgabe begrenzte.

Bundestrainer Michael Kohlmann verfolgte die Partie von der Tribüne. Für die Begegnungen mit Kroatien am 19. und 20. September in Halle/Westfalen nominierte er Alexander Zverev, Daniel Altmaier und Yannick Hanfmann. Struff, über Jahre eine feste Größe im deutschen Team, gehört diesmal überraschend nicht dazu.

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Die Auswahl kann der US-Open-Sieg nicht nachträglich verändern. Er liefert jedoch ein aktuelles Leistungsbild, das Struffs Position für spätere Aufgaben stärkt. Gerade die Klarheit in drei Sätzen zeigt, dass er den emotional unruhigen Tag in ein kontrolliertes Match übersetzen konnte.

Cerúndolo erhöht sofort den Widerstand

In Runde zwei trifft Struff auf den gesetzten Argentinier Francisco Cerúndolo. „Der Junge ist ein Topspieler, ich erwarte ein sehr schwieriges Match“, sagte der Deutsche. Die nächste Aufgabe wird damit deutlich mehr darüber verraten, wie weit seine Form in New York trägt.

Struff hat bei den jüngsten Majors überzeugende Spuren hinterlassen. Im Vorjahr erreichte er bei den US Open das Achtelfinale, 2026 stürmte er überraschend bis ins Wimbledon-Viertelfinale. Diese Ergebnisse erklären, warum er auch nach der Davis-Cup-Entscheidung mit eigenen Grand-Slam-Zielen auftritt.

Für Hanfmann verlief der New Yorker Start schlechter. Er verlor gegen Alejandro Tabilo in vier Sätzen. Das stellt die Nominierung nicht automatisch infrage, verdeutlicht aber, wie verschieden Auswahlentscheidungen und einzelne Turnierergebnisse verlaufen können.

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