Zwei amerikanische Hoffnungen bleiben bei den US Open im Rennen

by Faruk Imamovic
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Zwei amerikanische Hoffnungen bleiben bei den US Open im Rennen
© TennisChannel/X/Fair Use

Frances Tiafoe und Tommy Paul haben bei den US Open die dritte Runde erreicht und bleiben damit zwei der aussichtsreichsten amerikanischen Spieler im Feld. Tiafoe gewann die Abendsession im Louis Armstrong Stadium gegen den jungen Japaner Rei Nakamoto 6:3, 7:6, 7:5. Paul benötigte vier Sätze gegen Dino Prizmic, setzte sich aber mit 6:2, 6:3, 5:7, 6:4 durch.

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Beide Siege erfüllen denselben Zweck auf unterschiedliche Weise. Tiafoe vermied einen längeren Abend, obwohl Nakamoto ihn in den letzten beiden Sätzen forderte. Paul musste dagegen nach einem verlorenen dritten Durchgang verhindern, dass aus einer komfortablen Führung ein Entscheidungssatz wurde.

Die nächsten Gegner verändern den Maßstab

Tiafoe trifft nun auf Valentin Vacherot, der Kamil Majchrzak in vier Sätzen bezwang. Der Amerikaner wird erneut favorisiert sein, kann sich nach zwei engen Sätzen gegen Nakamoto aber nicht auf den Rangunterschied verlassen. Sein Erfolg in drei Durchgängen bewahrte Kräfte und hielt die Erwartungen an einen tiefen Lauf aufrecht.

Paul bekommt es mit Alexander Bublik zu tun. Diese Begegnung verspricht eine andere Prüfung als das Match gegen Prizmic. Paul hat gezeigt, dass er nach einem Rückschlag den vierten Satz schließen kann. Gegen Bublik muss er diese Stabilität wahrscheinlich früher herstellen und über die gesamte Partie halten.

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Nicht jede Heimhoffnung bleibt im Feld

Der amerikanische Abend verlief nicht vollständig erfolgreich. Brandon Nakashima verlor in drei Sätzen gegen seinen Landsmann Alex Michelsen und schied aus. Das Ergebnis reduziert die Zahl der lokalen Kandidaten und erhöht die Aufmerksamkeit für Tiafoe und Paul. Michelsens Sieg sorgt zugleich dafür, dass ein weiterer US-Spieler im Turnier bleibt.

Auch Matteo Berrettini ist nicht mehr dabei. Der Italiener unterlag Mariano Navone 6:3, 3:6, 4:6, 6:7. Navone hatte zuvor Novak Djokovic bezwungen und bestätigte nun, dass dieser Erfolg keine isolierte Überraschung war.

Für Tiafoe und Paul geht es noch nicht um einen direkten Vergleich mit den größten Titelfavoriten. Runde drei verlangt zunächst, die eigene Position zu bestätigen. Tiafoe bringt einen Erfolg ohne Satzverlust mit, Paul die Erfahrung einer bestandenen Reaktion. Beide Wege können tragen, solange die nächste Leistung nicht von der wachsenden Heimhoffnung überlagert wird.

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Der Heimvorteil ist dabei eher Verstärker als Lösung. Unterstützung kann Energie geben, macht Aufschlagspiele aber nicht automatisch sicherer. Tiafoe und Paul müssen deshalb die Aufmerksamkeit als Begleitung behandeln, nicht als zusätzliche Aufgabe. Beide haben bereits verschiedene Druckmomente gelöst: Tiafoe in engen Satzenden, Paul nach dem Verlust des dritten Durchgangs. Diese Erfahrungen sind gegen Vacherot und Bublik wertvoller als jede theoretische Erwartung im Vorfeld. Jetzt zählt, wer den steigenden Erwartungen mit klarem Tennis begegnen kann.

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