Plötzlicher Schwindel stoppt Auger-Aliassime bei den US Open

by Faruk Imamovic
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Plötzlicher Schwindel stoppt Auger-Aliassime bei den US Open
© UniversTennis/X/Fair Use

Félix Auger-Aliassime ist nicht an einem erkennbaren taktischen Problem gescheitert, sondern an plötzlich auftretenden körperlichen Beschwerden. Der Kanadier verlor in der zweiten Runde der US Open mit 7:6 (5), 3:6, 2:6, 2:6 gegen Karen Khachanov. Nach gutem Beginn wurde ihm im zweiten Satz schwindelig, er sah Flecken und konnte sich nicht erholen.

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Ein normaler Matchverlauf kippt abrupt

Der an Position drei gesetzte Auger-Aliassime war mit hohen Erwartungen nach New York gekommen. In dieser Saison hatte er bei den French Open und in Wimbledon das Viertelfinale erreicht. Bei den US Open stand er zwölf Monate zuvor im Halbfinale.

Gegen Khachanov gewann er den ersten Satz, ehe sein Zustand das Match veränderte. „Nach anderthalb Sätzen konnte ich einfach nicht mehr, fühlte mich nicht gut, mir war schwindelig und ich sah Flecken“, erklärte er. Zunächst hoffte er, dass die Beschwerden verschwinden würden. Das geschah nicht.

Besonders beunruhigend ist für ihn, dass es keine Vorwarnung gab. Auger-Aliassime sagte, er habe zuvor Krämpfe und gewöhnliche Müdigkeit erlebt, „aber auf normale Weise“. Diesmal sei es anders gewesen. Weder in den Tagen vor dem Match noch am Morgen habe es Anzeichen gegeben.

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Tests sind wichtiger als die Matchanalyse

Auger-Aliassime kündigte Untersuchungen an. Diese Entscheidung ist der logische nächste Schritt, weil sich sein Ausscheiden mit Aufschlagquoten, Returnposition oder Grundlinienspiel nicht ausreichend erklären lässt. Solange die Ursache offen ist, wäre jede sportliche Bewertung unvollständig.

Der Kanadier spielte dennoch weiter. Nach dem dritten Satz hoffte er, eine Pause könne helfen. Beim Stand von 0:4 im vierten Durchgang entschied er sich, das Match zu beenden, statt aufzugeben. Flüssigkeit und Nahrungsergänzung hätten keine Wende gebracht.

Seine Einordnung war eindeutig: „Wenn ich mich nicht bewegen kann, reden wir hier nicht über Tennis.“ Gleichzeitig würdigte er Khachanov als starken Spieler. Er bedauerte, dass er lieber über mögliche spielerische Verbesserungen gesprochen hätte, dies aber nicht der Fall sei.

Für Khachanov zählt der verdiente Einzug in die nächste Runde. Für Auger-Aliassime geht es zunächst um Klarheit. Das frühe Aus kostet ihn die Chance, sein Vorjahresergebnis zu bestätigen. Wichtiger ist jedoch, ob die Untersuchungen eine Erklärung liefern und eine Wiederholung verhindern können. Erst danach lässt sich beurteilen, wie schnell er wieder planen kann. Die Niederlage beendet sein Turnier; die ungeklärte Ursache bestimmt nun seine nächsten Entscheidungen.

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Bis Ergebnisse vorliegen, bleibt die Dauer der Erholung unklar. Gerade weil die Beschwerden ohne Anzeichen auftraten, kann Auger-Aliassime seine Belastung nicht allein nach dem üblichen Trainingsgefühl beurteilen. Medizinische Klarheit schafft Planungssicherheit.

Auger-aliassime Us Open
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