Learner Tien dreht Mensik und erreicht sein erstes US-Open-Achtelfinale

by Faruk Imamovic
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Learner Tien dreht Mensik und erreicht sein erstes US-Open-Achtelfinale
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Learner Tien hat Jakub Mensik in einem intensiven Fünfsatzmatch besiegt und erstmals das Achtelfinale der US Open erreicht. Der 20-jährige Amerikaner setzte sich nach drei Stunden und 24 Minuten mit 6:3, 1:6, 6:7 (2), 6:3, 6:4 durch.

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Der Sieg besitzt für das Gastgeberland zusätzliche Bedeutung. Nach dem Aus von Taylor Fritz und Michael Zheng ist Learner der letzte verbliebene Amerikaner in der oberen Hälfte des Herren-Tableaus. Die Hoffnungen auf einen tiefen heimischen Lauf verteilen sich damit ungleich: Ben Shelton, Tommy Paul, Frances Tiafoe und Alex Michelsen spielen in der unteren Hälfte, Learner trägt oben allein die US-Farben.

Gegen Mensik musste er eine Partie drehen, in der der Tscheche nach drei Sätzen die bessere Position besaß. Learner gewann den ersten Durchgang, verlor den zweiten deutlich und gab den dritten im Tiebreak ab. Der Rückstand zwang ihn zu mehr Risiko, ohne die Kontrolle in den Grundlinienduellen zu verlieren.

Wenige Chancen werden entscheidend

Der vierte Satz begann ebenfalls schwierig. Tien kassierte früh ein Break, antwortete jedoch sofort mit dem Rebreak. Insgesamt erspielte er in der gesamten Partie nur wenige Möglichkeiten gegen Mensiks Aufschlag. Gerade deshalb war seine Effizienz in den wichtigen Phasen entscheidend.

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Im fünften Satz bot sich beim Stand von 2:2 die erste große Gelegenheit. Mensik wehrte drei Breakbälle nacheinander ab und hielt sein Service. Tien ließ sich davon nicht entmutigen und blieb in seinen eigenen Aufschlagspielen stabil.

Beim Stand von 5:4 entstand der nächste Druckmoment. Tien erarbeitete sich zwei Matchbälle und nutzte den zweiten. Der Abschluss zeigte die mentale Qualität seines Auftritts: Nach den vergebenen Möglichkeiten zuvor wartete er auf die nächste Chance, statt den Rhythmus mit überhasteten Angriffen zu erzwingen.

Khachanov bringt eine neue Dimension

Im Achtelfinale wartet Karen Khachanov. Der erfahrene Russe erreichte die Runde mit einem klaren Dreisatzsieg gegen Benjamin Bonzi. Für Tien wird das Duell anders aussehen als der Schlagabtausch mit Mensik. Khachanov bringt Grand-Slam-Erfahrung, einen starken ersten Aufschlag und die Fähigkeit mit, längere Matches kontrolliert zu verwalten.

Tien steht inzwischen auf Weltranglistenplatz 15 und ist längst mehr als eine Überraschung aus dem Nachwuchs. New York bietet ihm dennoch die größte Bühne seiner bisherigen Laufbahn. Der Fünfsatzsieg beweist, dass er auch dann Lösungen findet, wenn sein Gegner führt und Breakchancen knapp bleiben.

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Die nationale Erwartung wächst nun automatisch. Tien muss sie nicht allein mit einem Titel beantworten. Ein weiterer konzentrierter Auftritt gegen Khachanov würde bereits zeigen, dass sein erstes US-Open-Achtelfinale kein Endpunkt, sondern der nächste logische Schritt seiner Entwicklung ist.

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