Alexander Zverev spielt mit 29 Jahren die konstanteste Grand-Slam-Saison seiner Karriere.
Der Hamburger steht bei den US Open im Viertelfinale. Damit hat er 2026 bei allen vier Grand-Slam-Turnieren die Runde der letzten acht erreicht und sich in die Reihe der erfolgreichsten Spieler der Open Era eingereiht.
La buena noticia para Alexander Zverev es que está en tercera ronda.
— Tiempo De Tenis (@Tiempodetenis1) September 4, 2026
La mala notica para Alexander Zverev es que en apenas dos partidos pasó casi 10 horas en cancha.
Sascha, una vez más, sobrevive en el US Open. pic.twitter.com/zMcuqfEhZy https://t.co/DQhVe5ABsg
Nach seinem Halbfinaleinzug bei den Australian Open sowie den Finalteilnahmen bei den French Open und in Wimbledon steht der Deutsche nach einem souveränen Sieg gegen Luciano Darderi nun auch im Viertelfinale der US Open.
Damit hat der 29-Jährige erstmals in seiner Karriere bei allen vier Grand-Slam-Turnieren eines Jahres das Viertelfinale erreicht. Seit 1969 ist er erst der 18. Spieler, dem dieses Kunststück gelingt.
Zverev ist zudem der fünfte noch aktive Spieler auf dieser Liste – nach Novak Djokovic, Stan Wawrinka, Carlos Alcaraz und Jannik Sinner. Dank seines günstigen Turnierwegs in Flushing Meadows könnte seine außergewöhnliche Saison sogar noch an Bedeutung gewinnen.
Zverev komplettiert endlich den Grand-Slam-Satz
Alexander Zverev hat auf der größten Bühne des Tennis inzwischen 19 Viertelfinals erreicht. Seit 2015 war er bei den meisten wichtigen Turnieren vertreten. Vier dieser Viertelfinalteilnahmen gelangen ihm 2026 – und dabei ließ der Deutsche die Leistungsschwankungen hinter sich, die ihn in der Vergangenheit immer wieder begleitet hatten.
Noch wichtiger: Zverev hat seine Konstanz in echte Titelchancen umgemünzt. In Paris durfte er den Triumph feiern, ehe er nur fünf Wochen später in London ein enges Finale verlor.
Trotz früher Niederlagen in Montreal und Cincinnati präsentiert sich der Hamburger bei den US Open stark. Er überstand zu Beginn mehrere Fünfsatzpartien und fand auf dem Weg zu diesem Meilenstein zunehmend zu seinem Rhythmus.
Nachdem er zu Beginn der Saison bereits drei Grand-Slam-Finals in seiner Bilanz stehen hatte, fehlen Alexander Zverev nun noch zwei Siege zu seiner dritten Finalteilnahme in Folge auf höchster Ebene. Das wäre eine außergewöhnliche Leistung.
Zverev folgt den Tennislegenden
Mit seiner Leistung stößt Alexander Zverev in einen Kreis vor, dem einige der dominantesten Spieler der Open Era angehören. Insgesamt 18 von ihnen erreichten in einer Saison bei allen vier Grand-Slam-Turnieren das Viertelfinale.
Den Anfang machten 1969 John Newcombe, Tony Roche und Rod Laver. In den 1980er-Jahren kamen Ivan Lendl, John McEnroe und Mats Wilander hinzu. Stefan Edberg, Pete Sampras und Andre Agassi schafften das Kunststück in den 1990er-Jahren.
Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray prägten anschließend eine neue Ära. Zwischen 2005 und 2025 gelang ihnen die historische Leistung insgesamt 26-mal. David Ferrer und Stan Wawrinka reihten sich mit jeweils einer herausragenden Saison ebenfalls ein.
Carlos Alcaraz und Jannik Sinner übernahmen in den vergangenen Jahren die Führungsrolle. Beide erreichten 2025 bei allen vier Grand-Slam-Turnieren das Viertelfinale. Nun gehört erstmals auch Alexander Zverev zu dieser Diskussion – in jener Saison, in der er endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel gewann.
Die US Open könnten somit das letzte Kapitel eines außergewöhnlichen Jahres schreiben. Der Deutsche will der einzige Spieler der Saison werden, der drei Grand-Slam-Finals erreicht – und vor allem der einzige mit zwei Titeln.
