Niederlage mit Rückhalt: Rodman berührt Shelton im Arthur Ashe Stadium

by Faruk Imamovic
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Niederlage mit Rückhalt: Rodman berührt Shelton im Arthur Ashe Stadium
© DGreatBundee/X/Fair Use

Ben Shelton hat nach dem verlorenen US-Open-Finale nicht nur über Alexander Zverev gesprochen. Besonders bewegte ihn, dass seine Freundin Trinity Rodman trotz eines eigenen Fußballspiels rechtzeitig im Arthur Ashe Stadium erschien. Die US-Nationalspielerin hatte kurz zuvor mit Washington Spirit 0:3 gegen Boston Legacy verloren und anschließend die knapp 400 Kilometer lange Strecke nach New York auf sich genommen.

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Ein eigener Rückschlag hält Rodman nicht auf

Der Anpfiff ihres Spiels lag nur eine Stunde vor dem Beginn des Tennisfinales. Deshalb war Rodman ursprünglich nicht auf der Tribüne erwartet worden. Sie traf ein, als Shelton gegen Zverev bereits zurücklag. „Ich wusste, dass es fast unmöglich sein würde, hierher zu kommen, aber schon allein den Versuch zu unternehmen, ist irre“, sagte Shelton nach dem 3:6, 6:7, 7:5 und 2:6.

Seinen Humor verlor er trotz der Enttäuschung nicht. Rodman sei aufgetaucht, als er gerade am Verlieren gewesen sei, „was für sie wahrscheinlich blöd war, oder?“, fragte Shelton. Die Reise bedeutete ihm dennoch „alles“. Beide hätten viel füreinander geopfert und seien um die Welt gereist, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Zwei Profikarrieren verlangen Kompromisse

Die Szene zeigt die logistische Realität einer Beziehung zwischen Spitzensportlern. Turnierpläne, Mannschaftstermine und internationale Reisen lassen sich selten aufeinander abstimmen. Unterstützung besteht deshalb nicht nur aus Anwesenheit bei Erfolgen, sondern aus dem Versuch, nach dem eigenen Wettkampf noch den des Partners zu erreichen. Beide Karrieren verlangen dabei unabhängig voneinander volle professionelle Konzentration.

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Rodman hatte Shelton bereits bei mehreren Partien in Flushing Meadows begleitet, darunter beim Fünfsatzsieg gegen Carlos Alcaraz, der erst um 3:33 Uhr endete. Im Finale wurde sie nicht zum sportlichen Glücksbringer, wohl aber zum sichtbaren Teil eines Turniers, in dem Shelton erstmals das Endspiel eines Majors erreichte.

Zverev erkennt die Leistung auf der Tribüne an

Auch Zverev wandte sich während seiner Siegesrede an Rodman. „Ich dachte, du hattest heute ein Spiel, oder?“, sagte er lachend. Anschließend gratulierte er ihr und nannte sie den üblichen Glücksbringer, wenn auch nicht an diesem Tag.

Sheltons Niederlage bleibt sportlich schmerzhaft, erhält durch Rodmans Reise aber eine andere Perspektive. Der Amerikaner verließ New York ohne Pokal, jedoch mit der Gewissheit, dass sein Umfeld die Belastung seines Weges mitträgt. Diese Erfahrung bleibt über den Finaltag hinaus bestehen. Für den nächsten Anlauf kann diese Verlässlichkeit wichtiger sein als jede kurzfristige Aufmunterung.

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