Alexander Zverev hat zwischen Juni und September eine der schwierigsten Herausforderungen im Männertennis gemeistert.
Nachdem der 29-Jährige in dieser Saison bei den French Open in Roland Garros seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen hatte, triumphierte er nun auch bei den US Open. Damit gelang ihm ein äußerst seltenes Grand-Slam-Doppel.
Not sure I've ever seen it before & not sure I'll ever see it again. Zverev in his own world so much so he doesn't realize he just won the US Open. Turns out to still be a cool moment with family.#USOpen
— Jacob Cersosimo (@JacobCersosimo) September 14, 2026
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Vor dem gebürtigen Hamburger war dieses Kunststück in der Open Era nur wenigen Spielern gelungen. Alexander Zverev ist nun der neunte Spieler seit 1969, der beide bedeutenden Turniere in derselben Saison gewinnen konnte.
Bemerkenswert ist, dass dieses historische Doppel in zwei aufeinanderfolgenden Jahren erreicht wurde: Im vergangenen Jahr besiegte Carlos Alcaraz sowohl in Paris als auch in New York Jannik Sinner im Finale.
Mit seiner beeindruckenden Grand-Slam-Saison 2026 reiht sich Zverev damit in die Riege der größten Champions der Tennisgeschichte ein.
Alexander Zverev wandelt auf den Spuren von Legenden
Rod Laver gewann 1969 die French Open und die US Open – auf Sand und Rasen. Guillermo Vilas wiederholte dieses Kunststück 1977, profitierte in New York allerdings von einem Har-Tru-Sandplatz.
Ivan Lendl setzte 1986 und 1987 neue Maßstäbe, als er Paris und New York in zwei aufeinanderfolgenden Jahren auf Sand und Hartplatz für sich entschied. Sein großer Rivale Mats Wilander schaffte das Kunststück 1988 ebenfalls.
Bis zur nächsten Wiederholung musste die Tenniswelt bis 1999 warten. Damals verblüffte Andre Agassi die Konkurrenz in Roland Garros und triumphierte anschließend auch vor heimischem Publikum in Flushing Meadows.
Rafael Nadal gelang das Doppel zwischen 2010 und 2019 gleich viermal. Damit ist der Spanier bislang der erfolgreichste Spieler in dieser besonderen Statistik.
Novak Djokovic schaffte das Kunststück 2023 im Alter von 36 Jahren erstmals. Zwei Jahre später vollbrachte Carlos Alcaraz im Alter von 22 Jahren ebenfalls dieses anspruchsvolle Doppel.
Alcaraz setzte sich im epischen Finale von Roland Garros gegen Jannik Sinner durch und besiegte den Italiener anschließend auch bei den US Open. Damit wurde er zum achten Spieler auf dieser Liste in der Open Era.
Nun hat auch Zverev seinen Namen in diese illustre Reihe eingetragen. In seiner denkwürdigen Saison gewann er seine ersten beiden Grand-Slam-Titel und insgesamt 25 Partien bei Major-Turnieren.
Zverevs beeindruckende Grand-Slam-Saison
Bei den Grand-Slam-Turnieren war der Deutsche 2026 der Maßstab. Nach seiner Niederlage gegen Carlos Alcaraz im Halbfinale der Australian Open, die auf einen epischen fünfeinhalbstündigen Kampf folgte, gelang Zverev in Roland Garros schließlich der große Triumph.
Im Finale auf dem Court Philippe-Chatrier besiegte der 29-Jährige Flavio Cobolli und wurde erstmals Grand-Slam-Champion. In Wimbledon, wo er zuvor noch nie das Viertelfinale erreicht hatte, setzte er seine starke Serie fort und zog ins Finale ein.
Gegen Jannik Sinner lieferte er sich ein starkes Duell, musste sich dem Italiener jedoch in vier Sätzen geschlagen geben und mit dem zweiten Platz begnügen. Bei den US Open ging Zverev anschließend erstmals in seiner Karriere als topgesetzter Spieler bei einem Grand-Slam-Turnier an den Start.
Nach einem verhaltenen Beginn fand die Nummer zwei der Welt ihren Rhythmus und besiegte Ben Shelton im Finale. Damit gewann Zverev innerhalb von drei Monaten seinen zweiten Grand-Slam-Titel und schrieb Tennisgeschichte.
Zverev hat seine Konstanz nun endlich in Grand-Slam-Erfolge umgemünzt. Seine Triumphe in Paris und New York werden noch lange in Erinnerung bleiben.
