Krawietz und Pütz verlieren das US-Open-Finale und prüfen ihre Zukunft

by Faruk Imamovic
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Krawietz und Pütz verlieren das US-Open-Finale und prüfen ihre Zukunft
© NewsFokus/X/Fair Use

Kevin Krawietz und Tim Pütz haben bei den US Open erneut das Finale erreicht, ihre zweite gemeinsame Niederlage im Endspiel von New York lässt jedoch eine größere Frage zurück. Pütz wird zum Jahresende 39 Jahre alt und hat noch nicht entschieden, wie lange er seine Karriere fortsetzt.

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Das deutsche Duo verlor gegen Christian Harrison und Neal Skupski mit 4:6, 6:7(6). Die späteren Champions gaben im gesamten Turnier keinen Satz ab und teilten sich für den Titel ein Preisgeld von 500.000 US-Dollar, umgerechnet etwa 430.000 Euro.

Ein schwaches Aufschlagspiel kippt den ersten Satz

Kevin geriet Mitte des ersten Durchgangs bei eigenem Service unter Druck. Harrison und Skupski nutzten die Gelegenheit und brachten den Satz nach 40 Minuten zu Ende. Der zweite Durchgang verlief ausgeglichener und führte in den Tiebreak.

Dort hatten Kevin und Pütz sogar einen Satzball, konnten ihn aber nicht verwerten. Die Gegner blieben in der entscheidenden Phase stabil und vollendeten ihren Turnierlauf ohne Satzverlust. Krawietz beschrieb die unmittelbare Stimmung: „Es war eine große Chance, die Enttäuschung ist natürlich groß“.

Das Ergebnis bestätigt trotzdem die Qualität des deutschen Teams. Krawietz und Pütz gewannen 2024 die ATP Finals und standen im selben Jahr schon einmal im US-Open-Endspiel, damals gegen Max Purcell und Jordan Thompson. Der Titel in New York fehlt ihnen weiterhin.

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Pütz muss Familie und Karriere abwägen

Pütz hat zwei Kinder, eines davon kommt im nächsten Sommer in die Schule. Diese familiäre Veränderung spielt in seine Entscheidung über die Fortsetzung der Karriere hinein. Eine feste Zusage für 2027 gibt es deshalb noch nicht.

Für den 34-jährigen Krawietz könnte damit die Partnersuche zu einem Thema werden. Neil Oberleitner wurde als mögliche Option genannt. Kevin besitzt bereits zwei Grand-Slam-Titel aus Roland Garros 2019 und 2020 mit Andreas Mies, während Philipp Petzschner 2011 gemeinsam mit Jürgen Melzer als bislang letzter deutscher Mann das US-Open-Doppel gewann.

Die offene Zukunft wertet den Finaleinzug nicht ab, verleiht ihm aber zusätzliches Gewicht. Kevin und Pütz haben erneut bewiesen, dass sie auf der größten Bühne um Titel spielen können. Nun muss Pütz klären, ob der sportliche Reiz eines weiteren Anlaufs mit seiner familiären Planung vereinbar ist.

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Für Krawietz hängt davon die Vorbereitung auf die nächste Saison ab. Bleibt das Team zusammen, besitzt es mit dem Turin-Titel und zwei New Yorker Finals eine starke Grundlage. Endet die Partnerschaft, beginnt die Suche nach einer neuen Kombination unmittelbar nach einem der besten gemeinsamen Turniere.

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