Jürgen Melzer sieht Österreich nach Belgiens Ausfällen auf Augenhöhe

by Faruk Imamovic
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Jürgen Melzer sieht Österreich nach Belgiens Ausfällen auf Augenhöhe
© AustralianOpen/X/Fair Use

Österreichs Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer blickt dem Duell mit Belgien beim Wiener Athletiksport Club optimistisch entgegen. Für die Begegnung wurde eine temporäre Arena mit 4.000 Plätzen errichtet. Nach den letzten Vorbereitungen erklärte Melzer: „Der Freitag kann kommen.“

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Seine Zuversicht hängt auch mit der belgischen Aufstellung zusammen. Alexander Blockx und Raphaël Collignon fehlen, wodurch sich die Kräfteverhältnisse verändert haben. Melzer bewertet die Begegnung nun als ausgeglichen. „Ich bin sehr zuversichtlich“, sagte er.

Österreich kann auf Jurij Rodionov bauen, der beim 3:2 gegen Japan zwei Einzelsiege holte. Bei den US Open erreichte er zudem die zweite Runde. In der Qualifikation besiegte er Kimmer Coppejans, der in Wien für Belgien zum Einsatz kommen könnte. Dieses jüngste Ergebnis gibt Rodionov einen psychologischen Bezugspunkt, garantiert jedoch keine Wiederholung unter den Bedingungen eines Mannschaftsduells.

Melzer schützt seine zweite Einzelentscheidung

Offen bleibt, wer neben Rodionov das zweite österreichische Einzel bestreitet. Melzer hat seine Wahl intern getroffen, will vor der Auslosung aber nicht verraten, ob Joel Schwärzler oder Lukas Neumayer beginnt. Diese Zurückhaltung hält Belgien davon ab, seine Vorbereitung vollständig auf einen Spielertyp auszurichten.

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Auf belgischer Seite ist Zizou Bergs die klare Nummer eins. Für die zweite Position kommen Coppejans und Gauthier Onclin infrage. Die Ausfälle reduzieren die Tiefe, doch Bergs kann die Begegnung mit einem starken Wochenende weiterhin prägen.

Im Doppel spricht vieles für das österreichische Team Neil Oberleitner und Lucas Miedler. Belgien kann mit Sander Gillé und Joran Vliegen ein erfahrenes Duo entgegenstellen. Gerade bei einem ausgeglichenen Vergleich könnte dieses Match den entscheidenden dritten Punkt liefern.

Die neue 50:50-Einschätzung ist für Österreich hilfreich, darf jedoch nicht mit einem sportlichen Vorteil verwechselt werden. Ein Heimspiel auf dem gewählten Sandplatz, die Unterstützung von 4.000 Zuschauern und die belgischen Ausfälle verbessern die Chancen. Gleichzeitig steigt damit die Erwartung, diese Umstände auch zu nutzen.

Der erste Spieltag erhält dadurch besonderes Gewicht. Eine frühe Führung würde das Publikum einbinden und Melzers Plan bestätigen, ein Rückstand könnte den vermeintlichen Heimvorteil sofort in zusätzlichen Druck verwandeln.

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Melzers wichtigste Entscheidung fällt vor dem ersten Ballwechsel: Die Wahl des zweiten Einzelspielers beeinflusst nicht nur das Auftaktmatch, sondern auch die Optionen für den zweiten Tag. Seine demonstrative Ruhe schützt den taktischen Spielraum. Ab Freitag muss daraus eine Mannschaft entstehen, die den verbesserten Rahmen in drei Punkte verwandelt.

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