Dimitrov begleitet Holger Rune auf dem langen Weg zurück

by Faruk Imamovic
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Dimitrov begleitet Holger Rune auf dem langen Weg zurück
© PrinceHolger_/X/Fair Use

Holger Rune kehrt nach elf Monaten Verletzungspause im Davis Cup auf die Wettkampfbühne zurück. Der 23-jährige Däne trifft mit seinem Team in einem Playoff-Duell der Weltgruppe I auf Bulgarien. Ausgerechnet Grigor Dimitrov, der bulgarische Spitzenspieler und mögliche Gegner im dritten Einzel, hat Rune während der langen Rehabilitation regelmäßig Mut gemacht.

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Holger erlitt im Oktober 2025 beim Turnier in Stockholm einen Achillessehnenriss und musste operiert werden. Zunächst hatte er eine Rückkehr bei den French Open, später bei den US Open erwogen. Schließlich entschied er sich gegen beide Zeitpläne, um die Heilung nicht durch einen verfrühten Start zu gefährden.

Gemeinsames Umfeld schafft besondere Nähe

Dimitrov lebt wie Rune in Monaco. Zudem arbeitet Holger inzwischen mit einem Physiotherapeuten zusammen, der früher zum Team des Bulgaren gehörte. Dadurch blieb der Kontakt während der Rehabilitation eng. „Wir haben während dieser elf Monate mehr als einmal miteinander telefoniert“, sagte Dimitrov über den Austausch.

Der 35-Jährige betonte, wie schwierig es für einen jungen Profi sei, Geduld zu bewahren. „Ich habe immer versucht, ihn daran zu erinnern, geduldig zu sein. Das ist vermutlich das Schwerste, wenn man so jung ist, besonders wenn man verletzt ist und nicht das tun kann, was man liebt.“

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Holger hatte vor der Verletzung wieder Anschluss an die Weltspitze gefunden. Er gewann 2025 den Titel in Barcelona, erreichte das Finale von Indian Wells und kehrte in die Top Ten zurück. Der Achillessehnenriss stoppte diesen Aufschwung abrupt und machte aus einer sportlichen Aufbauphase eine medizinische Langzeitaufgabe.

Das Ergebnis ist zunächst zweitrangig

Im Davis Cup kann Rune schon am ersten Tag Spielpraxis sammeln; ein direktes Duell mit Dimitrov wäre im dritten Einzel möglich. Für Dänemark ist seine Rückkehr sportlich wertvoll, doch die erste Bewertung sollte nicht allein vom Resultat abhängen. Nach elf Monaten fehlen Matchrhythmus, Belastungsroutine und Sicherheit in entscheidenden Bewegungen.

Dimitrov erwartet dennoch, dass Rune wieder an sein früheres Niveau anknüpfen kann. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass er wieder auf höchstem Niveau spielen wird“, sagte er. „Gute Dinge warten gleich um die Ecke auf ihn.“

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Diese Zuversicht ersetzt keine Belastungssteuerung. Runes frühere Verschiebungen zeigen jedoch, dass sein Team die langfristige Perspektive über einen symbolischen Comeback-Termin gestellt hat. Der Davis Cup bietet nun einen begrenzten Rahmen für die Rückkehr.

Sollte Rune gegen Dimitrov antreten, wäre es ein ungewöhnliches Wiedersehen zwischen einem Unterstützer und seinem jüngeren Rivalen. Entscheidend ist zunächst, dass Rune wieder schmerzfrei konkurrieren kann. Jeder Satz, den sein Körper ohne Rückschlag bewältigt, ist wichtiger als die Erwartung, sofort wieder wie ein Top-Ten-Spieler aufzutreten.

Holger Rune
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