Mouratoglou erkennt klare Fortschritte hinter Tsitsipas’ US-Open-Aufschwung

by Faruk Imamovic
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Mouratoglou erkennt klare Fortschritte hinter Tsitsipas’ US-Open-Aufschwung
© TheTennisLetter/X/Fair Use

Stefanos Tsitsipas hat bei den US Open erstmals seit längerer Zeit wieder gezeigt, wie sein Spiel gegen hochklassige Gegner funktionieren kann. Patrick Mouratoglou führt den Aufschwung auf mehrere konkrete Veränderungen zurück. Der Grieche habe seine strategische Planung verbessert, positiver mit sich gesprochen und seinen Rückhand-Slice gezielter eingesetzt.

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Die Fortschritte kamen nach einem deutlichen Absturz. Stefanos war zunächst aus den Top 40 und später bis auf Rang 88 gefallen, nachdem sich die Zusammenarbeit mit seinem Vater als Trainer verändert hatte. In New York erreichte er erstmals das Achtelfinale, besiegte dabei Arthur Fils als Nummer zehn und Jiří Lehečka als Nummer 18, ehe Ben Shelton seinen Lauf beendete. Inzwischen steht Tsitsipas wieder auf Platz 44.

Ein taktischer Plan schafft Orientierung

Mouratoglou sieht die verbesserte Vorbereitung auf einzelne Gegner als Grundlage. Stefanos habe nicht nur einen Plan besprochen, sondern ihn während des gesamten Turniers konsequent verfolgt. Gerade in schwierigen Phasen verhindere eine klare Struktur, dass er nach wenigen Fehlern in spontane und riskante Lösungen ausweiche.

„Wir haben vorher darüber gesprochen. Das war entscheidend, und entscheidend war auch, dass er das im gesamten Turnier beibehielt“, sagte Mouratoglou. „Der letzte Schlüssel ist sein Slice mit der Rückhand, den er nicht besonders oft eingesetzt hatte.“

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Der Slice erfüllt für Tsitsipas mehrere Zwecke. Er hält den Ball flach, verändert das Tempo und gibt ihm mehr Zeit, seine Position zu ordnen. Besonders auf der Rückhandseite bietet dieser Schlag eine Alternative, wenn der einhändige Topspin unter hohem Druck gerät. Dadurch muss er nicht jeden Ball offensiv beschleunigen.

Fortschritt wird erst durch Wiederholung stabil

Die Siege gegen Fils und Lehečka zeigen, dass die Anpassungen gegen Spieler aus der erweiterten Spitze bestehen können. Die Niederlage gegen Shelton setzt dem Aufschwung zugleich eine realistische Grenze. Ein gutes Grand-Slam-Turnier bringt Tsitsipas näher an frühere Leistungen, stellt seinen alten Rang aber nicht automatisch wieder her.

Mouratoglous Beobachtung ist deshalb vor allem als Arbeitsmodell wertvoll. Strategie, innere Kommunikation und Slice sind wiederholbare Elemente, keine kurzfristige Formkurve. Tsitsipas kann sie in unterschiedlichen Matchsituationen einsetzen und damit verhindern, dass sein Tennis ausschließlich von aggressiven Grundschlägen abhängt.

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Rang 44 bleibt für einen früheren Grand-Slam-Finalisten unbefriedigend. Die US Open lieferten jedoch erstmals seit dem Absturz mehrere überzeugende Hinweise darauf, wie eine dauerhafte Erholung aussehen könnte: weniger taktische Unruhe, mehr Variation und eine Sprache mit sich selbst, die Lösungen ermöglicht, statt Fehler weiter zu vergrößern.

Stefanos Tsitsipas
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