Krawietz, Pütz und Zverev führen das DTB-Team unter die besten acht

by Faruk Imamovic
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Krawietz, Pütz und Zverev führen das DTB-Team unter die besten acht
© focusonline/X/Fair Use

Alexander Zverev hat Deutschland mit einem 6:2, 6:4-Erfolg gegen Dino Prizmic vorzeitig in die Davis-Cup-Finalrunde geführt. Der US-Open-Champion verwandelte beim Heimspiel in Halle die 2:1-Führung in den entscheidenden dritten Punkt. Das DTB-Team gewann das Duell mit Kroatien 3:1 und gehört zum dritten Mal in Folge zu den besten acht Mannschaften des Wettbewerbs.

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Doppel bereitet den Matchball vor

Kevin Krawietz und Tim Pütz hatten Zverev zuvor in die ideale Ausgangslage gebracht. Die US-Open-Finalisten besiegten die Tokio-Olympiasieger Nikola Mektic und Mate Pavic mit 7:5, 6:2. Nach einem ausgeglichenen Beginn übernahm das deutsche Duo zunehmend die Kontrolle und stellte die Gesamtführung auf 2:1.

Damit konnte Zverev den Länderkampf im anschließenden Spitzeneinzel beenden. Anders als bei seinem mühevollen Auftaktsieg gegen Matej Dodig spielte der 29-Jährige von Beginn an klar und druckvoll. Das frühe Break zum 2:1 gab ihm zusätzliche Sicherheit.

Zverev dominierte anschließend mit aggressiven Vorhänden und zwang Prizmic immer wieder in die Defensive. Der Weltranglisten-101. hatte am Samstag Daniel Altmaier geschlagen und in dieser Saison bereits Novak Djokovic sowie Ben Shelton bei Masters-Turnieren bezwungen. Gegen Zverev fand er jedoch keine Phase, in der er die Richtung des Matches dauerhaft verändern konnte.

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Grand-Slam-Form hält auch im Teamwettbewerb

Der Auftritt kam nur eine Woche nach Zverevs Titelgewinn bei den US Open. Reise, Medienpflichten und die Belastung von New York hätten einen Leistungsabfall erklären können. Stattdessen steigerte sich der Hamburger innerhalb des Davis-Cup-Wochenendes deutlich.

Diese Entwicklung war für Deutschland wichtiger als ein weiterer Einzelsieg allein. Zverev zeigte, dass er nach dem größten Erfolg seiner Saison nicht nur antrat, sondern im entscheidenden Moment sein bestes Tennis fand. Die Atmosphäre in Halle verstärkte den Lauf, nachdem spektakuläre Vorhände mehrfach Standing Ovations ausgelöst hatten.

Bologna wird zum nächsten großen Ziel

Die Finalrunde findet vom 24. bis 29. November in Bologna statt. Deutschland wartet seit 33 Jahren auf einen weiteren Davis-Cup-Titel. In der Rangordnung des Wettbewerbs liegt die Mannschaft hinter Rekordsieger USA und Gastgeber Italien auf Platz drei.

Der Erfolg gegen Kroatien zeigt eine belastbare Struktur: Das Doppel kann gegen Weltklassegegner vorlegen, Zverev kann den entscheidenden Punkt liefern. Für den Titel werden weitere Einzeloptionen nötig sein, weil stärkere Teams eine Niederlage des Spitzenspielers härter bestrafen. In Halle reichte die Kombination überzeugend. Zverevs Leistung machte aus einer offenen Begegnung einen vorzeitigen deutschen Triumph.

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