Kimberly Birrell hat beim Korea Open den Schritt geschafft, der ihr zuvor zweimal verwehrt geblieben war. Die 28-Jährige gewann in Seoul ihren ersten Einzeltitel auf der WTA Tour und setzte sich im rein australischen Finale mit 6:4, 6:2 gegen Maya Joint durch.
Für Birrell war es bereits das dritte Endspiel auf diesem Niveau. Beim Japan Women’s Open 2024 hatte sie gegen Suzan Lamens verloren, beim Chennai Open 2025 gegen Janice Tjen. In Seoul ließ die Weltranglisten-60. diesmal keine weitere Finalniederlage folgen. Nach 83 Minuten war ihr erster Titel perfekt.
Auch die Zusammensetzung des Endspiels war ungewöhnlich. Erstmals seit fast zehn Jahren standen sich wieder zwei Australierinnen in einem WTA-Einzelfinale gegenüber. Zuletzt hatten Samantha Stosur und Daria Saville im Mai 2017 in Straßburg um einen Titel gespielt.
Der größte Gewinn zeigt sich auch im Ranking
Sportlich verändert der Erfolg Birrells Position deutlich. Schon mit dem Finaleinzug war ihr eine neue persönliche Bestmarke sicher. Vor dem Endspiel war sie in der Live-Weltrangliste von Platz 60 auf Rang 44 geklettert. Der Titel und insgesamt 221 gewonnene Punkte bringen sie nun bis auf Platz 41.
Damit verbessert sie ihre bisherige Bestmarke von Rang 56 erheblich und ist aktuell die australische Nummer zwei hinter Talia Gibson auf Platz 37. Gibson kann ihre Position allerdings noch verändern, da sie am selben Sonntag im Finale des Singapore Open steht.
Auch Joint verlässt Seoul trotz der Niederlage mit einem klaren Ranglistengewinn. Die 20-Jährige war nach einer schwächeren Phase bis auf Platz 99 zurückgefallen. Ihre 153 Punkte aus Korea bringen sie um 24 Positionen auf Rang 74. Ein dritter Karrieretitel blieb ihr verwehrt, doch der Finaleinzug korrigiert zumindest einen Teil des vorherigen Abstiegs.
Seoul verändert die Ausgangslage vor Peking
Für beide Australierinnen endet die Reise in Asien nicht in Seoul. Birrell und Joint stehen auf der Meldeliste für das WTA-1000-Turnier in Peking.
Der Unterschied liegt vor allem in ihrer neuen Ausgangsposition: Birrell reist erstmals als WTA-Titelträgerin weiter und mit einem Karrierehoch in der Rangliste, während Joint nach ihrem Rückfall wieder deutlich Boden gutgemacht hat. Das Finale von Seoul war damit nicht nur ein australisches Duell um einen Titel, sondern für beide auch ein wichtiger Schritt in der Weltrangliste.
