Alexander Zverev hat Team Europe am letzten Tag des Laver Cup zum Gesamtsieg geführt. Der Deutsche schlug Learner Tien in der O2 Arena mit 7:6(3), 6:3 und machte damit den 13:5-Erfolg perfekt.
Sportlich war es der entscheidende Punkt für das Team von Kapitän Yannick Noah. Für einen Teil des Publikums kam das Ende allerdings zu früh: Das anschließend angesetzte Duell zwischen Carlos Alcaraz und Alex de Minaur wurde durch den bereits feststehenden Gesamtsieg bedeutungslos. Die Stimmung in der Arena deutete darauf hin, dass viele Zuschauer auf einen Erfolg Tiens gehofft hatten, damit Alcaraz noch zum Einsatz gekommen wäre.
Zverev selbst hatte dennoch guten Grund zur Erleichterung. Seine Leistung war nicht durchgehend souverän, doch er brachte das Match in zwei Sätzen zu Ende und beendete gleichzeitig eine längere Durststrecke bei diesem Wettbewerb.
Ein persönlicher Sieg mit zusätzlicher Bedeutung
„Nun, ich habe hier seit zwei Jahren kein Match gewonnen, deshalb bin ich froh, es heute geschafft zu haben“, sagte Zverev anschließend. Den Erfolg stellte er vor allem in den Zusammenhang mit der Mannschaft.
„Großes Lob an das gesamte Team World. Sie haben uns erneut bis zum Ende gefordert. Sie waren letztes Jahr die Champions, und dieses Jahr hatten wir ein großartiges Team, eine großartige Teamchemie, eine Teamleistung, und ich bin definitiv froh, dass wir gewonnen haben.“
Für Zverev war der Sieg damit mehr als nur ein einzelnes Match. Er entschied den gesamten Wettbewerb und durchbrach gleichzeitig seine persönliche Negativserie beim Laver Cup.
Team Europe dreht das Bild des Vorjahres
Team Europe revanchierte sich damit für die Niederlage beim Laver Cup 2025 in San Francisco. Zverev hob anschließend besonders den Mannschaftscharakter hervor: „Als Team zu gewinnen, es gibt kein besseres Gefühl im Sport.“
Team-World-Kapitän Andre Agassi sah den Heimvorteil als wichtigen Faktor und gratulierte Europa: „Gegen euch zu Hause zu spielen, ist schrecklich.“
Noah reagierte deutlich lockerer und dankte seiner Mannschaft für den Erfolg. Team Europe gewann den Laver Cup damit zum sechsten Mal.
Die Entscheidung durch Zverev hatte deshalb zwei Ebenen: Für Europa brachte sie den Titel zurück, für den Deutschen endete eine erfolglose Phase bei diesem Wettbewerb genau in dem Moment, in dem sein Punkt den gesamten Laver Cup entschied.
