Zverev überrollt Shang und fordert nun den ungeschlagenen Djokovic

by Faruk Imamovic
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Zverev überrollt Shang und fordert nun den ungeschlagenen Djokovic
© XHSports/X/Fair Use

Alexander Zverev hat Juncheng Shang beim ATP-500-Turnier in Peking mit 6:0, 6:2 besiegt. Der topgesetzte Deutsche gewann die ersten neun Spiele und ließ dem leicht angeschlagenen Lokalmatador damit keine realistische Möglichkeit, die Partie offen zu gestalten.

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Zverev musste keinen Breakball abwehren. Diese Zahl beschreibt die klare Rollenverteilung besser als ein langer chronologischer Rückblick: Shang kam im Return nicht zu einer einzigen unmittelbaren Chance auf Zverevs Aufschlag, während der Deutsche beide Sätze deutlich kontrollierte.

Der schnelle Sieg bringt Zverev ins Viertelfinale gegen Novak Djokovic. Der Serbe hat in Peking alle 31 bisherigen Matches gewonnen und dabei sechs Titel geholt. Seine Turnierbilanz setzt den Maßstab, auch wenn er beim Zweitrundensieg gegen Bu Yunchaokete keinen durchgehend souveränen Eindruck hinterließ.

Ein kurzer Arbeitstag vor der größten Hürde

Für Zverev ist das 6:0, 6:2 vor allem wegen des nächsten Gegners wertvoll. Er vermied einen langen Kampf und geht mit einem klaren Ergebnis in die Partie gegen einen Spieler, der in der chinesischen Hauptstadt noch nie verloren hat.

Der Sieg über einen angeschlagenen Shang ist dennoch nicht automatisch auf Djokovic übertragbar. Zverev kann aus dem Achtelfinale einen stabilen Aufschlag und einen konsequenten Start mitnehmen. Das Viertelfinale stellt diese Stärken unter erheblich anderen Bedingungen auf die Probe.

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Dabei wird erstmals in dieser Turnierwoche ein Gegner gegenüberstehen, dessen Pekinger Bilanz selbst ein sehr klares Zverev-Ergebnis in den Hintergrund rückt.

Djokovics 31:0-Serie erhöht den Druck auf jeden Herausforderer. Zverev hat sich mit seiner Vorstellung zumindest eine Ausgangslage geschaffen, in der keine zusätzlichen Zweifel aus dem vorherigen Match mitschwingen.

Struffs frühe Rückstände werden teuer

Jan-Lennard Struff verpasste dagegen das Viertelfinale. Der 36-Jährige unterlag Daniil Medvedev mit 4:6, 3:6 und verlor in beiden Sätzen jeweils sein erstes Aufschlagspiel. Dadurch musste er vom Beginn jedes Durchgangs an einem Rückstand hinterherlaufen.

Medvedev kam mit dem Titelgewinn von Hangzhou nach Peking und bestätigte seine gute Form. Struff konnte seine starke erste Runde gegen Thiago Agustín Tirante nicht wiederholen. Auch der glatte Wimbledon-Sieg über Medvedev im Juli half ihm in dieser Begegnung nicht.

Die beiden deutschen Ergebnisse zeigen gegensätzliche Startphasen. Zverev nahm Shang sofort neun Spiele in Folge ab. Struff gab jeweils früh sein Service ab und fand keinen Weg zurück. In Peking führte der erste Zugriff damit für den einen ins Viertelfinale und für den anderen zum Turnierende.

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