Albert Ramos: "Carlos Alcaraz durch Novak Djokovics Abwesenheit begünstigt"

Der Spanier analysierte den Werdegang seines jungen Landsmannes.

by Ivan Ortiz
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Albert Ramos: "Carlos Alcaraz durch Novak Djokovics Abwesenheit begünstigt"

Albert Ramos analysierte die Entwicklung seines jungen Landsmannes Carlos Alcaraz. Er erklärte: "Ich kenne Carlos Alcaraz sehr gut und habe gegen ihn gespielt. Ich habe es nie geschafft, ihn zu schlagen, aber dieses Jahr in Roland Garros war ich nah dran.

Ich hatte auch einen Matchball in diesem Match. Carlos ist ein großartiger Spieler, er trifft den Ball sehr hart und ist wirklich schnell. Wenn er keine körperlichen Probleme hat, wird er noch viele Jahre lang ein Spitzenspieler sein.

Die Tatsache, dass Novak Djokovic mehrere Turniere verpasst hat, hat ihm sicherlich bei seinem Aufstieg geholfen." Auch Justine Henin war sprachlos, als sie sagte: "Ich denke, sein Aufstieg ist das Beste, was uns passieren konnte.

Er hat eine außergewöhnliche Vollständigkeit für sein Alter. Er vereint die Talente von Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic, sowie ein tadelloses Verhalten auf dem Platz zu haben. Jeder erwartete, dass er die US Open gewinnen würde, nachdem er Jannik Sinner im Viertelfinale geschlagen hatte.

Er hat das Beste gewonnen."

Die Super-Saison 2022 von Carlos Alcaraz

Das Jahr 2022 markierte die endgültige Explosion von Carlos Alcaraz. Nachdem der 19-jährige Spanier bereits im vergangenen Jahr sein Talent aufblitzen ließ, ist er in dieser Saison regelrecht durchgestartet.

Der Schützling von Juan Carlos Ferrero hat zwei ATP 500-Turniere (Rio und Barcelona) und zwei Masters 1000-Turniere (Miami und Madrid) gewonnen und mit dem Sieg bei den US Open das i-Tüpfelchen gesetzt. Mit dem Gewinn seines ersten Grand-Slam-Turniers wurde Alcaraz auch zur jüngsten Nummer 1 in der Geschichte des Herrentennis.

Es lässt sich nicht leugnen, dass der Aufstieg von Alcaraz durch die wiederholten Abwesenheiten von Novak Djokovic begünstigt wurde. Der serbische Meister hat 2022 kaum gespielt, weil er sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollte.

Der 35-Jährige aus Belgrad musste die Australian Open und die US Open sowie alle amerikanischen Masters 1000 verpassen: Indian Wells, Miami, Montreal und Cincinnati. Als ob das nicht schon genug wäre, stürzte er durch die Nichtvergabe von Punkten in Wimbledon auch noch in der Rangliste ab.

Carlos Alcaraz Novak Djokovic
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