Mats Wilander versteht die Kritik an Carlos Alcaraz, der an einigen Veranstaltungen außerhalb der ATP-Tour teilnimmt, nicht. „Ich denke, es ist wirklich positiv für Carlos Alcaraz, bestimmte Exhibitions zu spielen“, erklärte der siebenmalige Grand-Slam-Champion gegenüber Eurosport. Er betont jedoch, dass er kein Fan von ganzen Ausstellungsturnieren ist, die drei, vier oder mehr Spiele umfassen.
Wilander sieht den Nutzen von Einzelmatches in großen Stadien. „Wenn man in großen Stadien wie dem Madison Square Garden spielt, fühlt sich das wie ein richtiges Match an, und es ist nur ein Match. Wir reden hier nicht davon, dass wir uns vier oder fünf Tage lang vorbereiten und dann drei oder vier Spiele bestreiten“, erläuterte er. Diese Art von Spielen bietet Alcaraz die Möglichkeit, vor einem großen Publikum zu spielen und sich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.
Alcaraz nahm kürzlich am „Garden Cup“ im Madison Square Garden in New York teil, wo er gegen den US-Nachwuchsstürmer Ben Shelton antrat. Wilander äußerte sich positiv über dieses Engagement: „Es ist eine tolle Sache. In den Jahren, in denen ich gespielt habe, fanden im Madison Square Garden die ATP-Finals statt. Und New York ist eine so große Tennisstadt.“ Zudem zeigt es, „dass Carlos Alcaraz sich auf 2025 vorbereitet, indem er vor fast 20.000 Menschen spielt.“
Kritik am vollen Turnierkalender
Der junge Spanier hat sich wiederholt öffentlich über den vollen Turnierkalender beschwert. Seine Teilnahme an Exhibition-Events während der laufenden Saison hat daher zu Kritik geführt. Dennoch verteidigte Wilander Alcaraz vehement: „Die ganze Diskussion darüber, dass der Zeitplan zu schwierig ist und wir zu viele Spiele bestritten haben, muss man meiner Meinung nach manchmal von Exhibitions trennen.“
Wilander hebt hervor, dass solche Veranstaltungen eine große Inspiration für jeden Athleten darstellen. „Ein Event wie im Madison Square Garden sei schließlich eine große Inspiration für jeden Künstler oder Athleten. Ich denke also, er hat das Richtige getan.“ Alcaraz zeigte sich zudem in einem weiteren Exhibitionmatch in Charlotte, North Carolina, gegen Frances Tiafoe.
Diese Einsichten von Wilander bieten eine differenzierte Sicht auf Alcaraz’ Entscheidungen. Während der volle Turnierkalender Herausforderungen mit sich bringt, können ausgewählte Ausstellungsspiele als strategische Schritte zur Weiterentwicklung und Inspiration dienen.
