Carlos Alcaraz gehört mit gerade einmal 21 Jahren zu den prägendsten Gesichtern des modernen Tennissports. Vor dem Start beim Monte Carlo Masters 2025 sprach der vierfache Grand-Slam-Sieger im Louis Vuitton Podcast über Druck, Erwartungen und den eigenen Spielstil – und überraschte mit ehrlichen Einblicken.
„Ich will immer aggressiv spielen“, sagte Alcaraz. „Ich will schnell ans Netz, große Schläge setzen. Aggressives Spiel – das ist mein Stil.“ Dieser Ansatz helfe ihm auch, mit Drucksituationen umzugehen. „In engen Momenten denke ich: ‚Okay, ich muss es versuchen, ich muss meinem Stil treu bleiben, an mich glauben.‘ Wenn ich verliere, dann will ich zumindest sagen können, ich habe es versucht.“
Dabei geht er sogar so weit zu sagen, dass ein übermäßiger Glaube an sich selbst notwendig sei: „Man muss denken, man ist der Beste. Dass man jedes Match gewinnen wird. In diesen Momenten denke ich: ‚Du schaffst das.‘“
Grenze zwischen Spaß und Belastung
Trotz dieser positiven Einstellung räumt der Spanier ein, dass er nicht immer befreit aufspielen kann. „Manchmal macht es keinen Spaß. Meistens schon, aber wenn es um etwas Großes geht, ist der Druck da, und es ist schwer, das zu trennen.“
Zudem habe ihn das Nachlassen der Intensität in entscheidenden Phasen bereits Spiele gekostet. „Manchmal denkt man, ‚Okay, ich gewinne‘, und dann lässt man nach – und verliert am Ende.“
Auch seine spontane Spielweise sieht Alcaraz inzwischen kritisch. „Es ist oft instinktiv – was nicht immer gut ist. In engen Momenten folge ich einfach meinem Gefühl. Manchmal klappt’s, oft aber auch nicht. Da wäre ein klarer Plan besser.“
Trotz der Selbstkritik überwiegt bei Alcaraz aber der Wunsch, sein Traumleben zu genießen: „Ich wollte genau in dieser Position sein, seit ich ein Kind war. Es ist ein wahrgewordener Traum – deshalb versuche ich, den Druck zu vergessen und Spaß zu haben.“
