Carlos Alcaraz steht nach seiner Niederlage gegen Holger Rune im Finale von Barcelona vor einer ungewissen Zukunft. Der Spanier hatte sich Hoffnungen auf seinen dritten Titel in Katalonien gemacht, doch körperliche Probleme im zweiten Satz bremsten ihn deutlich. Er unterlag dem Dänen mit 6:7(6), 2:6 – ein Rückschlag, der nicht nur den Titel kostete, sondern auch Platz zwei der Weltrangliste. Alexander Zverev zog nach seinem Turniersieg in München an ihm vorbei.
Dabei begann Alcaraz das Match stark, konnte früh ein Break erzielen. Doch Rune fand ins Spiel, nutzte seine Chancen und beendete eine Serie von 13 Niederlagen gegen Spieler aus den Top fünf. Für ihn war es der erste Titel auf ATP-500-Ebene.
„Es bedeutet mir die Welt“, sagte Rune im Interview mit Sky Sports. „Am Anfang war ich gestresst, weil Carlos wirklich stark gespielt hat. Ich musste viel durchatmen und meinen Rhythmus finden. Der erste Satz war entscheidend – ich bin sehr stolz auf mich.“
Psoas-Schmerz bringt Madrid-Start ins Wanken
Die große Frage nach dem Spiel: Wie schwer ist Alcaraz wirklich verletzt? Zunächst wurde über eine Leistenverletzung spekuliert, doch der 20-Jährige selbst klärte auf: „Ich habe ein Unwohlsein im rechten Psoas gespürt, und wenn da etwas zwickt, schlagen innerlich die Alarmglocken. Dann ist man plötzlich aus dem Match raus.“
Der Psoas ist ein zentraler Muskel im unteren Rückenbereich, der unter anderem für die Hüftbewegung verantwortlich ist. Schmerzen dort beeinträchtigen nicht nur Laufarbeit, sondern auch Stabilität und Haltung.
Alcaraz erklärte weiter: „Ich konnte nicht mehr auf meinem gewohnten Niveau weitermachen. Ich hoffe, dass zwei Tage Pause reichen. Es waren zwei Wochen mit permanentem Einsatz – heute ging’s einfach nicht mehr, aber ich habe alles gegeben.“
Ob er in Madrid aufschlagen kann, entscheidet sich laut Marca am Montag nach einer Untersuchung. Das Ergebnis dieses Scans wird für das Heimturnier von großer Bedeutung sein.
