Carlos Alcaraz, der kürzlich mit einem packenden Fünfsatzsieg gegen Jannik Sinner die French Open für sich entschied, steht nun vor einer neuen Herausforderung: der Umstieg auf den Rasen. Der Spanier, der im vergangenen Jahr das Turnier im Londoner Queen’s Club gewinnen konnte, startet am Dienstag in die diesjährige Ausgabe gegen Alejandro Davidovich Fokina. Zwar gilt sein Gegner als Spezialist für Sandplätze, doch Carlos hatte bislang kaum Gelegenheit zur Rasenvorbereitung.
Gerade dieser Mangel an Praxis auf dem schnellen Belag könnte in den ersten Runden Überraschungen begünstigen. Schon 2024 verlor Carlos beim Queen’s Club gegen Jack Draper, der diesmal als zweitgesetzter Spieler erneut im Fokus steht.
Kritik, Pause, Neustart
Nach seinem Triumph in Paris gönnte sich der 22-Jährige eine Auszeit auf Ibiza – ein Schritt, der erneut für Diskussionen sorgte. In einer Netflix-Dokumentation äußerten sich sein Coach Juan Carlos Ferrero und sein Manager kritisch über seine damalige Entscheidung, kurz nach dem Titelgewinn auf die Partyinsel zu reisen. Alcaraz antwortete mit Taten und holte sich anschließend den Wimbledon-Titel.
Auch dieses Mal zeigt Ferrero Verständnis: „Er schaltet ab. Ich habe ihm gestern gesagt, er soll Spaß haben, er hat es sich verdient. Aber ich habe ihn auch daran erinnert, dass er immer noch Tennisspieler ist.“ Für den Coach geht es dabei nicht um Partys: „Es ist eher eine Auszeit mit Freunden, frei von Tennis. Er ist ein normaler 22-Jähriger.“
In seinem Turnierabschnitt warten jedoch nicht nur Davidovich Fokina. Auch der kraftvolle Aufschläger Ben Shelton sowie Holger Rune und der frühere Queen’s-Gewinner Grigor Dimitrov könnten Alcaraz alles abverlangen.
Jack Draper trifft in seiner Auftaktpartie auf den US-Amerikaner Jenson Brooksby. Mit Frances Tiafoe und Taylor Fritz in seiner Hälfte wird auch er sich beweisen müssen – besonders unter den wachsamen Augen der britischen Presse.
