Carlos Alcaraz ist erst 22 Jahre alt, doch schon jetzt sieht es so aus, als könne er Novak Djokovic als bestbezahlten Tennisspieler der Geschichte übertreffen. Der frisch gekürte US-Open-Sieger von 2025 hat bislang knapp 53,5 Millionen Dollar verdient – und Prognosen zufolge könnte er am Ende seiner Karriere auf mehr als 312 Millionen Dollar kommen. Das wären über 120 Millionen Dollar mehr als Djokovic, der aktuell mit rund 190 Millionen Dollar die Rangliste anführt.
Djokovic liegt damit zwar noch deutlich vor Rafael Nadal (135 Millionen) und Roger Federer (130 Millionen), doch die jüngere Generation profitiert von steigenden Preisgeldern. Selbst Alexander Zverev oder Daniil Medvedev haben heute schon mehr verdient als Legenden wie Pete Sampras, der trotz 14 Grand-Slam-Titeln finanziell zurückliegt.
Prognosen bis 2042
Die Berechnung für Alcaraz basiert auf seiner bisherigen Erfolgsbilanz: 23 Titel in sechs Jahren, im Schnitt über zwei Millionen Dollar pro Turniersieg. Seit seinem ersten Grand-Slam-Titel 2022 sind es pro Saison sogar rund 12,8 Millionen Dollar. Bleibt er verletzungsfrei und spielt bis 2042, also bis zu seinem 38. Lebensjahr, dürfte er Djokovic spätestens 2035 überholen.
Inflation spielt dabei eine entscheidende Rolle. Schon heute zeigt sich, dass Spieler ohne Grand-Slam-Titel, wie Zverev, durch höhere Preisgelder mehr verdienen als frühere Champions. Laut Prognosen könnte die Inflation jährlich um etwa zwei Prozent steigen, was Alcaraz’ Einnahmen zusätzlich nach oben treiben würde.
Zeit und Konkurrenzfaktor auf seiner Seite
Alcaraz hat nicht nur das Alter auf seiner Seite, er sammelt auch Titel schneller als viele der Großen vor ihm. Mit 22 Jahren steht er bei sechs Grand-Slam-Triumphen – Federer hatte in diesem Alter drei, nur Nadal und Björn Borg kamen ähnlich früh auf diese Marke.
Hinzu kommt die aktuelle Konkurrenzsituation: Während Federer, Nadal und Djokovic sich gegenseitig die größten Titel streitig machten, scheint sich die heutige Generation vor allem um ein Duell zwischen Alcaraz und Jannik Sinner zu drehen.
Alles deutet darauf hin, dass Alcaraz nicht nur die Preisgeld-Rekorde der „Big Three“ übertrifft, sondern auch eine neue finanzielle Dimension im Tennis eröffnet. Ob er dabei auch seinen italienischen Rivalen aussticht, bleibt die offene Frage.
