Carlos Alcaraz kämpft mit vollem Spielplan und sucht nach Motivation

by Faruk Imamovic
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Carlos Alcaraz kämpft mit vollem Spielplan und sucht nach Motivation
© wonbinnis/X/Fair Use

Carlos Alcaraz bleibt das Gesicht des Tennisjahres 2025. Der 22-Jährige gewann die French Open, die US Open und gleich drei Masters-1000-Turniere in Monte Carlo, Rom und Cincinnati. Mit 61 Siegen aus 67 Matches führt er die Statistiken klar an. Nach seinem Triumph im US-Open-Finale gegen Jannik Sinner kehrte er an die Spitze der Weltrangliste zurück. Doch so beeindruckend die Bilanz ist, so groß sind die Zweifel am prall gefüllten Kalender des Spaniers.

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Schon im vergangenen Jahr sprach er offen über Motivationsprobleme bei Turnieren außerhalb der Grand Slams. „Ehrlich gesagt ist es schwierig. Manchmal fühlte ich mich überhaupt nicht motiviert“, gab er nach einem anstrengenden Sommer zu. Die Olympia-Silbermedaille in Paris bedeutete zwar einen weiteren Höhepunkt, dennoch klagte er über den engen Spielplan: „Es gibt so viele Turniere, kaum freie Tage. Manchmal will ich einfach zu Hause bleiben mit Familie oder Freunden.“

Zwischen Business und Balance

Alcaraz selbst beschreibt sich als „business guy“: Er wolle jedes Match gewinnen, finde aber sein bestes Tennis nur, „wenn ich lächle und Spaß auf dem Platz habe“. Dieses Gleichgewicht zu halten, wird nun zur Herausforderung. Direkt nach dem Laver Cup in San Francisco reist er nach Tokio zum ATP-500-Turnier, danach folgt Shanghai. Anschließend stehen das hochdotierte Show-Event „Six Kings Slam“ in Saudi-Arabien sowie Starts in Basel oder Wien auf dem Plan. Auch Paris-Bercy, die ATP Finals in Turin und eine lukrative Exhibition im Dezember sind fix eingeplant.

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So sehr ihn die Auftritte weltweit als Star präsentieren, so hoch ist auch die Belastung durch Reisen und Jetlag. Die Gefahr von Erschöpfung ist real. Sein nächstes großes Ziel ist der Australian Open-Sieg im Januar, der ihm den Karriere-Grand-Slam bescheren könnte. Die kommenden Monate werden zeigen, ob er die Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und notwendiger Regeneration findet.

Carlos Alcaraz
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