Carlos Alcaraz hat beim Japan Open einmal mehr seine Widerstandsfähigkeit gezeigt. Gleich zu Beginn des Turniers erlitt der Weltranglistenerste einen schmerzhaften Sturz am Knöchel im Match gegen Sebastián Báez. Der Moment ließ Fans und Experten aufschrecken, als Alcaraz am Boden liegen blieb und zunächst kaum auftreten konnte. Trotz des Schreckens kämpfte er sich durch, gewann später auch gegen Brandon Nakashima und holte sich am Ende den Titel im Finale gegen Taylor Fritz. Es war bereits sein achter Erfolg in dieser Saison.
„Es war hart“, erklärte Alcaraz nach seinem Sieg über Nakashima. „Es war ein sehr wichtiger eineinhalb Tage, in denen ich mich so gut wie möglich erholen musste. Ich habe den besten Physio der Welt, dem ich hundert Prozent vertraue, und die Arbeit am Knöchel war großartig.“ Zwar habe er einige Bewegungen gespürt, insgesamt sei er jedoch zufrieden mit seiner Leistung.
Entscheidung gegen Shanghai
Dennoch zieht der 22-Jährige nun die Reißleine. Über seine sozialen Kanäle teilte er mit: „Ich bin sehr enttäuscht, ankündigen zu müssen, dass ich in diesem Jahr nicht beim Rolex Shanghai Masters spielen kann. Leider kämpfe ich mit einigen körperlichen Problemen und nach Rücksprache mit meinem Team ist die beste Entscheidung, mich auszuruhen und zu erholen.“
Die Absage ist für die Fans in China ein herber Schlag, zumal die Begegnung mit Jannik Sinner erwartet wurde. Für Alcaraz steht jedoch die Gesundheit im Vordergrund. Im November warten die ATP Finals in Turin und das Davis-Cup-Finale in Bologna – Wettbewerbe mit deutlich höherem Stellenwert als das Masters in Shanghai.
Langfristig hat der Spanier ein klares Ziel: den Gewinn der Australian Open im Januar. Der Titel in Melbourne würde ihm den Karriere-Grand-Slam bescheren und ihn in den Kreis der größten Spieler der Tennisgeschichte einordnen. Nach einer intensiven Phase mit US-Open-Sieg, Laver Cup und Asienreise dürfte ihm eine Pause helfen, wieder bei voller Kraft zurückzukehren.
