Carlos Alcaraz hat in dieser Saison bereits beeindruckende Erfolge gefeiert, doch nicht alle sehen seine hohe Belastung unkritisch. Nicolas Mahut, früherer Weltranglistenerster im Doppel, mahnte den 22-Jährigen nun zur Vorsicht. „Die einzige Sorge, die ich habe, ist das Tempo, das er sich selbst auferlegt“, sagte der Franzose bei Eurosport. „Er gewinnt die US Open, spielt den Laver Cup, geht auf die Asientour, dazu das Six Kings Slam, dann Paris, Turin und den Davis Cup. Es gibt viele Termine. Man muss aufpassen, dass er am Ende der Saison nicht dafür bezahlt.“
Alcaraz hatte zuletzt das Japan Open in Tokio gewonnen, sein achter Titel 2025, und sich anschließend vom Shanghai Masters zurückgezogen. Eine Verletzung zwang ihn zur Absage, dennoch steht ein straffes Programm bis zum Jahresende an.
Enormer Spielplan bis Saisonende
Noch im Oktober soll der Spanier beim Schaukampf „Six King Slams“ in Saudi-Arabien antreten. Danach folgen das Masters in Paris, die ATP Finals in Turin und möglicherweise das Davis-Cup-Finale in Bologna. Für Alcaraz wäre es die Chance, seine Saison mit weiteren Erfolgen zu krönen.
Seit Januar hat er acht Turniere gewonnen und neun Endspiele in Serie erreicht – eine der längsten Finalserien der Open Era. Mit bislang 74 bestrittenen Matches liegt er schon fast auf Rekordkurs. Sollte er alle geplanten Turniere durchspielen, könnte er auf 87 Matches in nur einer Saison kommen.
Größte Saison seiner Karriere
Mit sechs Grand-Slam-Titeln und dem Triumph bei den US Open hat Alcaraz seine Dominanz in diesem Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Schon jetzt übertrifft er mit seinen Erfolgen die Saison 2023, in der er sechs Titel gewann. Dennoch bleibt die Frage, ob der Körper bei diesem Pensum dauerhaft mithalten kann.
Mahuts Mahnung richtet sich genau darauf: Alcaraz müsse aufpassen, dass seine außergewöhnliche Erfolgsserie nicht durch körperliche Erschöpfung gebremst werde.
