Carlos Alcaraz sorgt mit Kritik am ATP-Kalender für Diskussionen

by Faruk Imamovic
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Carlos Alcaraz sorgt mit Kritik am ATP-Kalender für Diskussionen
© alcarazzupdates/X/Fair Use

Carlos Alcaraz hat mit seinen Äußerungen zum dichten ATP-Kalender eine Debatte ausgelöst. Der Weltranglistenerste stellte sich hinter die Forderungen von Iga Swiatek, die schon länger eine Überlastung der Spielerinnen und Spieler beklagt. Doch während er mehr Pausen fordert, sorgt sein paralleles Engagement bei lukrativen Showturnieren für Unverständnis.

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„Ich stimme Iga zu“, sagte Carlos nach seinem Sieg bei den Japan Open. „Der Kalender ist wirklich eng. Sie müssen etwas tun. Es gibt zu viele Pflichtturniere in Folge. Ich muss mir überlegen, ob ich künftig manche Pflichtturniere auslasse, um meine körperliche und mentale Verfassung zu schützen.“

Kritik an doppelten Maßstäben

Für einige Beobachter wirkt die Haltung widersprüchlich. So erinnerte Serena Williams’ frühere Trainerin Rennae Stubbs daran, dass Carlos sich für zahlreiche Schaukampf-Events angemeldet hat, darunter auch das von Saudi-Arabien unterstützte „6 Kings Slam“. „So sehr ich Carlos mag, es ist schwer, seine Beschwerden ernst zu nehmen, wenn er gleichzeitig fast jedes Showturnier im Dezember spielt“, meinte sie in ihrem Podcast.

Der Vorwurf: Einerseits fordert Carlos weniger Belastung, andererseits nimmt er freiwillig zusätzliche Termine an. Für viele bleibt daher die Frage, wie glaubwürdig seine Kritik tatsächlich ist.

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Djokovic fordert mehr Einsatz der Spieler

Novak Djokovic sieht das Grundproblem weniger bei einzelnen Stimmen, sondern in mangelnder Geschlossenheit der Profis. „Das Monopol im Tennis ist sehr stark. Die Spieler sind nicht geeint genug“, erklärte er. „Sie beschweren sich, dann verschwinden sie wieder. Um Veränderungen zu erreichen, müssen die Topspieler selbst Zeit investieren, sich mit dem System beschäftigen und mehr Verantwortung übernehmen.“

Damit macht Djokovic deutlich, dass bloße öffentliche Kritik kaum ausreichen dürfte. Ob Alcaraz und andere Spitzenspieler künftig bereit sind, mehr Energie in Veränderungen zu stecken, bleibt offen.

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