Beim Monte Carlo Masters könnte Carlos Alcaraz schon zum Auftakt auf einen klangvollen Namen treffen. Der Weltranglistenerste hat in Runde eins ein Freilos und spielt danach gegen den Sieger der Partie zwischen Stan Wawrinka und Sebastian Baez. Für Alcaraz ist das keine lockere Eröffnung, obwohl beide möglichen Gegner in der Rangliste deutlich hinter ihm stehen.
Wawrinka, der seine Karriere am Ende des Jahres beendet, ist in Monte Carlo kein gewöhnlicher Außenseiter. Der Schweizer gewann das Turnier 2014 und holte 2015 die French Open auf Sand. Auch Baez ist auf diesem Belag alles andere als bequem. Sechs seiner sieben Titel gewann der Argentinier auf Asche. Alcaraz hat gegen Baez zwar eine Bilanz von 3:0, gegen Wawrinka gab es auf höchstem Niveau jedoch noch kein Duell.
Alcaraz droht früh ein unangenehmer Weg
Sollten die Setzlisten greifen, würde Alcaraz in der dritten Runde auf Frances Tiafoe treffen. Im Viertelfinale wäre Alexander Bublik der vorgesehene Gegner, wobei der Kasache zuvor wohl erst an Jiri Lehecka vorbei müsste. Noch spannender wirkt jedoch der Blick auf die zweite Turnierhälfte, weil dort mehrere Kandidaten für tiefe Läufe eng beieinander liegen.
Lorenzo Musetti, im Vorjahr Finalist gegen Alcaraz, ist diesmal als Nummer vier gesetzt. Ein erneutes Endspiel dieser beiden ist deshalb ausgeschlossen, weil sie nun auf Halbfinalkurs liegen. Musetti beginnt gegen Valentin Vacherot oder Kamil Majchrzak und könnte später auf Alex de Minaur treffen, der zunächst gegen Cameron Norrie oder Miomir Kecmanovic ins Turnier startet.
Sinner steht unter besonderem Druck
Für Jannik Sinner geht es in Monte Carlo nicht nur um einen starken Start in die Sandplatzsaison. Der Weltranglistenzweite kann Alcaraz an der Spitze ablösen, wenn er den Spanier klar übertrifft. Der Weg dorthin wirkt allerdings kompliziert. Sinner trifft zuerst auf Ugo Humbert oder den jungen Franzosen Moise Kouame. Danach könnte bereits Stefanos Tsitsipas warten, dreimaliger Sieger in Monte Carlo, oder Francisco Cerundolo.
Auch ein mögliches Viertelfinale verspricht Widerstand. Felix Auger-Aliassime ist dort gesetzt, muss aber voraussichtlich zuerst Casper Ruud ausschalten. In einer anderen Ecke des Tableaus ist die Lage noch härter. Alexander Zverev führt einen Abschnitt an, in dem auch Daniil Medvedev und Andrey Rublev stehen. Zverev könnte schon in Runde drei auf Rublev treffen und danach auf Medvedev, der im direkten Vergleich klar vorne liegt.
Monte Carlo bietet damit schon in den ersten Tagen mehr als nur einen klassischen Auftakt auf Sand. Das Turnier könnte sofort zeigen, wer auf diesem Belag Richtung Paris wirklich bereit ist.
