Carlos Alcaraz erklärt seine schwierige US-Open-Entscheidung

by Faruk Imamovic
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Carlos Alcaraz erklärt seine schwierige US-Open-Entscheidung
© atptour/X/Fair Use

Carlos Alcaraz kehrt nach mehr als vier Monaten Verletzungspause ausgerechnet bei einem Grand-Slam-Turnier zurück. Der Spanier hat nun erklärt, warum die Entscheidung für die US Open schwierig war und weshalb New York für diesen Schritt trotzdem der passende Ort ist.

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Alcaraz verletzte sich im April in Barcelona am rechten Handgelenk. Dadurch verpasste er sowohl die French Open als auch Wimbledon. Am Sonntag trainierte er erstmals wieder in Flushing Meadows vor vielen Zuschauern im Louis Armstrong Stadium.

Freude ersetzt nicht die körperliche Prüfung

Nach der Einheit beschrieb der 23-Jährige, wie sehr ihm der Wettbewerb gefehlt hat. „Nach ein paar Monaten, in denen ich mich von meiner Verletzung erholt habe, habe ich alles vermisst. Ich habe diesen Ort vermisst, ich habe das Publikum vermisst, ich habe die Ballkinder vermisst“, sagte Alcaraz.

Die emotionale Erleichterung ist deutlich, doch sie beantwortet nicht alle sportlichen Fragen. Ein Grand Slam verlangt bei den Männern Matches über drei Gewinnsätze. Nach einer langen Pause ist deshalb nicht nur das Niveau einzelner Schläge entscheidend, sondern auch die Fähigkeit, mehrere Stunden Belastung zu wiederholen.

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Alcaraz räumte diesen Konflikt selbst ein: „Nach mehr als vier Monaten bei einem Grand Slam zurückzukehren, war keine einfache Entscheidung, aber ich habe einfach versucht, alles dafür zu tun, für dieses Turnier bereit zu sein.“ Damit stellt er seine Vorbereitung in den Mittelpunkt, ohne einen problemlosen Verlauf zu versprechen.

New York bietet Motivation und Risiko zugleich

Die US Open haben für Alcaraz besondere Bedeutung. Er gewann das Turnier 2025 durch einen Finalsieg gegen Jannik Sinner und holte damit seinen zweiten Titel in New York. Zuletzt triumphierte er bei den Australian Open 2026 und wurde zum jüngsten Mann mit dem Karriere-Grand-Slam.

Sein erstes Wettkampfprojekt wird bereits vor dem Einzel beginnen. Alcaraz tritt im Mixed mit Serena Williams an. Das Format ist kürzer als ein Best-of-five-Match, liefert ihm aber eine unmittelbare Belastungsprobe vor Publikum.

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Die Rückkehr verändert auch das Männerfeld, weil Sinner wegen einer Knieverletzung fehlt. Alcaraz übernimmt dadurch zusätzliche Aufmerksamkeit, obwohl seine eigene Form nach der Pause schwer einzuschätzen bleibt.

Seine Aussage setzt einen vernünftigen Maßstab: Die Rückkehr ist ein Erfolg der Rehabilitation, noch kein Beweis für sofortige Bestform. New York gibt ihm Energie, Vertrautheit und große Ziele. Gleichzeitig wird erst der Wettbewerb zeigen, wie stabil Handgelenk, Timing und Ausdauer unter Grand-Slam-Druck wirklich sind.

Sein Training vor großer Kulisse lieferte für ihn einen ersten psychologischen Test: Bewegungen und Schläge fanden wieder unter sichtbarer Erwartung statt.

Carlos Alcaraz
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