Carlos Alcaraz hat erstmals ausführlich über die schwierige Phase gesprochen, die ihn fast fünf Monate vom Wettkampftennis fernhielt.
Der siebenfache Grand-Slam-Sieger erklärte, dass die körperlichen Einschränkungen nur einen Teil der Herausforderung während der längsten Pause seiner Karriere darstellten.
ADVERTISEMENT— f #7inMelbourne (@fvaeey) August 28, 2026
Vor seinem Comeback bei den US Open blickte der Spanier auf viereinhalb Monate zurück, die ihn körperlich wie mental auf die Probe stellten. Wie der gebürtige El-Palmarer erklärte, war insbesondere der erste Monat äußerst schwierig.
Wegen seiner Handgelenksverletzung konnte er mit seinem rechten Arm praktisch nichts machen. Weder normal trainieren noch seinen dominanten Arm im Alltag einsetzen zu können, machte den Beginn der Genesung besonders frustrierend.
Gleichzeitig erlebte der 23-Jährige abseits des Platzes auch positive Momente. Die erzwungene Pause nach einem herausragenden Saisonstart gab ihm die Möglichkeit, mehr Zeit zu Hause mit seiner Familie und seinen Freunden zu verbringen.
Während der anspruchsvollen ATP-Saison ist das nur selten möglich – insbesondere zwischen April und Juni.
Die Ungewissheit wurde zur größten Herausforderung
Die mentale Seite der Genesung wurde zunehmend schwieriger, als Carlos wieder mit leichtem Training begann. Zu diesem Zeitpunkt war weiterhin unklar, wann er wieder in den Wettkampfbetrieb einsteigen können würde.
Die offenen Fragen mit Blick auf Cincinnati und die US Open sorgten für zusätzlichen Druck. Alcaraz wusste nicht, ob sein Körper eine Rückkehr bei einem der beiden Turniere zulassen würde.
Damit war jede Phase seiner Rehabilitation von der Frage begleitet, wann er endlich wieder antreten könnte. Diese Gedanken waren letztlich schwieriger zu bewältigen als die körperliche Anstrengung selbst.
Der Spanier bezeichnete den Umgang mit aufdringlichen Gedanken als den schwierigsten Teil der gesamten Zeit – vor allem, solange es keinen konkreten Termin für seine Rückkehr gab.
Alcaraz sieht endlich Licht am Ende des Tunnels
Trotz der schwierigen Monate zu Hause war das wichtigste Ziel für Carlos stets klar: vollständig genesen und zurück auf die Tour kommen, sobald es sein Körper erlaubte.
Nun ist dieses Ziel erreicht. Nach fast fünf Monaten Pause ist er zurück in New York und bereitet sich auf seinen Einsatz bei den US Open vor. Damit bietet sich ihm die Gelegenheit, die Ungewissheit der vergangenen Monate hinter sich zu lassen.
Sein Comeback wird unweigerlich große Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Alcaraz scheint sich jedoch stärker darauf zu konzentrieren, wieder gesund zu sein, als sofort sein bestes Tennis zu zeigen.
Die lange Auszeit gab ihm viel Zeit zum Nachdenken. Die Erfahrung, mit der Ungewissheit umzugehen, könnte ihm zudem zugutekommen, wenn er schließlich den Platz betritt – zunächst gegen Roman Safiullin.
Nach fast fünf Monaten des Wartens muss Carlos nun nicht länger darüber nachdenken, wann er zurückkehren wird, sondern kann sich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren. Sollte es ihm gelingen, wieder zu seiner Bestform zu finden, dürfte niemand den Titelverteidiger auf der anderen Seite des Netzes sehen wollen.
„I experienced four and a half months of going through a bit of everything. The first month was quite difficult for me, because I could not do anything with my right arm. It was tough.
At the same time, however, I enjoyed that period. I stayed at home and spent time with my family and friends. When I started light training, I did not know when I would be able to return, and those thoughts became really difficult to manage.
I did not know if I would be ready for Cincinnati or the US Open. Those thoughts were really hard to deal with. In the end, though, here we are. My goal was to get back to health as soon as possible and try not to miss any more tournaments.
I would therefore say that intrusive thoughts have been the hardest thing to handle along this path,“ sagte Carlos Alcaraz.
