Tommy Pauls Trainer gibt zu, was ihn bei Carlos Alcaraz bei den US Open sprachlos machte

by Sead Dedovic
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Tommy Pauls Trainer gibt zu, was ihn bei Carlos Alcaraz bei den US Open sprachlos machte
© ComplexSneakers / X / Fair Use

Carlos Alcaraz war selbst skeptisch, wie viel er nach seiner langen Auszeit bei seiner Rückkehr auf den Tennisplatz tatsächlich würde leisten können.

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Auch wichtige Stimmen aus der Tenniswelt waren sich uneinig, ob Alcaraz wieder auf Topniveau spielen würde. Der Spanier ließ jedoch viele Zweifel verstummen und feierte bei den diesjährigen US Open mehrere wichtige Siege.

Carlos Alcaraz hat bei den US Open schnell wieder zu seinem Niveau gefunden, nachdem er mehr als vier Monate lang kein Pflichtspiel bestritten hatte. Seine jüngste Vorstellung hinterließ auch bei Brad Stine, dem Trainer von Tommy Paul, einen bleibenden Eindruck.

Der Spanier setzte sich in der vierten Runde mit 6:4, 6:3, 6:4 gegen Paul durch. Stine räumte anschließend ein, dass insbesondere ein Element in Alcaraz’ Spiel nur schwer zu kontrollieren gewesen sei.

Mit dem Erfolg zog der Titelverteidiger bei seinem sechsten US-Open-Auftritt zum fünften Mal ins Viertelfinale ein. Zugleich baute er seine Siegesserie bei Grand-Slam-Turnieren auf 18 Partien aus. Gegen Paul gewann Alcaraz bereits das siebte Duell in Folge, nachdem der US-Amerikaner zwei der ersten drei Begegnungen für sich entschieden hatte.

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Brad Stine konnte das Tempo in Alcaraz’ Vorhand kaum glauben

Im Gespräch mit dem Tennis Channel erklärte Stine nach der Partie, Paul habe im ersten Satz lange auf Augenhöhe mit Alcaraz gespielt. Das änderte sich im zehnten Spiel, als der 23-Jährige sein Niveau noch einmal anhob und zum Satzgewinn breakte.

“Listen, first and foremost, Carlos played amazing tennis yesterday and felt like he was at another level.

“Tommy, I think the first set, very competitive until we got to that game at 4-5, and then Carlos just raised his level.

“And I had been pressing Tommy through that set to pay attention to and work a little bit harder to make some more first serves.

“He makes two first serves in the game at 4-5, and Carlos is up love-30. Made two great returns, got ahead in the point right away, and ends up breaking.”

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Paul holte sich im dritten Satz zwar ein Break zurück. Stine hatte jedoch den Eindruck, dass sein Schützling über weite Strecken einem Rückstand hinterhergelaufen war. Anschließend sprach der US-Coach über die Vorhand des Spaniers.

“But listen, Carlos’ forehand was absolutely astounding. Every time he touches the ball with that racket, it just goes, it comes off like a cannon. And he was on fire, he wasn’t missing very many balls.

“I think from a tennis standpoint, not from our standpoint, but from a tennis standpoint, obviously great to see Carlos back and playing at that level.

“But it’s always disappointing to lose. We were hopeful that Tommy could be a little more competitive than he was in the match, but that’s the way it goes sometimes.”

Alcaraz nutzte vier seiner 14 Breakbälle und gewann 98 der insgesamt 174 gespielten Punkte. Paul kam auf 76. Die Partie dauerte zwei Stunden und 21 Minuten. Paul brachte den Unterschied zwischen den beiden anschließend in einem kurzen Satz auf den Punkt: “Carlos is different.”

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Alcaraz hält weiteren US-Open-Triumph nun für möglich

Vor dem Turnierbeginn hatte es zahlreiche Fragezeichen rund um Alcaraz gegeben, schließlich war das Event in New York sein erstes Einzelturnier seit April. Eine Verletzung am rechten Handgelenk setzte ihn mehr als vier Monate außer Gefecht. Dadurch verpasste er die French Open, Wimbledon sowie die Masters-Turniere in Toronto und Cincinnati.

Der siebenmalige Grand-Slam-Champion kehrte nach New York zurück, nachdem er in dieser Saison lediglich sechs Turniere bestritten hatte. Vor Beginn der US Open erklärte er zwar, sich bereit zu fühlen. Doch selbst Alcaraz wusste nicht genau, wie sein Körper und sein Tennis auf die Belastung von Best-of-Five-Partien reagieren würden.

Sein erstes Match bestritt er 139 Tage nach seinem vorherigen Pflichtspieleinsatz. Nach dem glatten Sieg gegen Roman Safiullin gab Alcaraz zu, dass sich die übliche Routine an einem Spieltag nach der langen Pause ungewohnt angefühlt habe.

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“I kind of forgot what match day looks like,” he said. “I didn’t actually remember what I used to do in the warm-up. That's why I was really nervous, because I just kind of forgot the competition.”

Diese Nervosität ist inzwischen weitgehend verschwunden. In vier Partien in New York gab Alcaraz nur einen Satz ab. Er bezwang Safiullin, Jaime Faria, Wu Yibing und Paul. Nach seinem Erfolg in der vierten Runde zeigte sich die Nummer drei der Welt zufrieden mit der Entwicklung seines Spiels. Der Sieg gegen Paul habe ihm zudem wertvolle Erkenntnisse über sein aktuelles Niveau geliefert.

Noch wichtiger: Alcaraz spricht inzwischen anders über seine Titelchancen. Nach der langen Auszeit war er ohne große Erwartungen in das Turnier gegangen. Nun sagt er, dass er sich den Turniersieg zutraut.

Die nächste Bewährungsprobe wartet gegen Ben Shelton. Der US-Amerikaner setzte sich mit 6:2, 6:3, 6:4 gegen Stefanos Tsitsipas durch und hat Alcaraz in drei bisherigen Duellen noch nie besiegt. Ihr bislang letztes Aufeinandertreffen fand bei den French Open 2025 statt. Shelton gewann dabei einen Satz, musste sich am Ende jedoch in vier Durchgängen geschlagen geben.

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Shelton sagte vor dem Viertelfinale, Alcaraz wirke trotz seiner fast fünfmonatigen Pause wieder wie der alte. Die beiden treffen am Dienstag in der Night Session im Arthur Ashe Stadium aufeinander. Der Sieger bekommt es im Halbfinale mit Frances Tiafoe oder Alex Michelsen zu tun.

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