Carlos Alcaraz nennt Alexander Zverev den derzeit besten Spieler der Welt

by Faruk Imamovic
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Carlos Alcaraz nennt Alexander Zverev den derzeit besten Spieler der Welt
© Eurosport_ES/X/Fair Use

Carlos Alcaraz kehrt in London nicht mit einer vorsichtigen Botschaft auf die Bühne zurück. Nach einer Saison, die durch eine im April in Barcelona erlittene Handgelenksverletzung unterbrochen wurde, bezeichnet der Spanier seinen Teamkollegen Alexander Zverev als derzeit wohl besten Spieler der Welt. Das Lob ordnet zugleich ein, wie anspruchsvoll Alcaraz seine eigene Rückkehr bewertet.

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Die Verletzung kostete ihn die geplanten Starts im Queen’s Club und in Wimbledon. Bei den US Open folgte ein unerwartet frühes Comeback, das fünf starke Auftritte brachte, ehe Ben Shelton ihn in einem umkämpften Viertelfinale stoppte. Der Laver Cup in der Londoner O2 Arena ist nun der nächste Belastungstest, allerdings in einem anderen Umfeld.

Zverev wird vom Rivalen zum Trumpf

„Ich stimme zu, dass er derzeit wahrscheinlich der beste Spieler der Welt ist“, sagte Alcaraz über den frisch gekürten US-Open-Sieger. Im Teamformat verändert sich die übliche Konkurrenz: Zverev ist für ein Wochenende kein Hindernis auf dem Weg zu einem Titel, sondern die stärkste Stütze von Team Europe.

Alcaraz nannte ihn deshalb eine „große Waffe“, die das Team einsetzen werde. Diese Wortwahl zeigt, dass sein Lob nicht nur höflich gemeint ist. Zverev bringt die Form eines Major-Champions mit, während Alcaraz nach der langen Pause noch Spielrhythmus aufbauen muss. Die Verantwortung verteilt sich damit auf mehrere Schultern.

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London bietet einen kontrollierten nächsten Schritt

Das Format mit Matches über zwei Gewinnsätze und ohne Weltranglistenpunkte nimmt dem Wochenende nicht den Wettbewerbscharakter, begrenzt jedoch die Folgen eines Rückschlags. Für Alcaraz ist das eine passende Zwischenstation: Er kann unter voller Hallenkulisse antreten, ohne sofort wieder die Belastung eines Grand-Slam-Turniers tragen zu müssen.

Der Spanier sieht die US Open als Bestätigung, dass sein Weg stimmt. „Die US Open waren ein großartiger Test für mich, und ich kann es kaum erwarten, hier zu spielen“, sagte er. Gleichzeitig will er den verpassten Laver-Cup-Titel des Vorjahres nachholen.

Auch ein mögliches Wiedersehen mit Taylor Fritz hat für ihn Bedeutung. Der Amerikaner besiegte ihn im vergangenen Jahr deutlich. Alcaraz spricht offen von dieser Niederlage und signalisiert, dass er für eine Revanche bereit wäre. London verbindet deshalb drei Ebenen seines Comebacks: körperliche Belastbarkeit, erneuten Wettkampfrhythmus und den direkten Vergleich mit Gegnern, an denen er seinen aktuellen Stand messen kann. Zverevs Präsenz nimmt ihm dabei Druck, erhöht jedoch zugleich den internen Maßstab.

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