Carlos Alcaraz hat eingeräumt, dass er im US-Open-Viertelfinale gegen Ben Shelton „gelitten“ habe. Zugleich habe er die Partie genossen, weil ihm „dieses Gefühl gefehlt“ habe.
Der spanische Tennisstar hatte sich bei seinem zweiten Sandplatzturnier in Barcelona eine Handgelenksverletzung zugezogen und musste anschließend auf die French Open und Wimbledon verzichten. Auch den Auftakt der nordamerikanischen Hartplatzsaison verpasste Alcaraz, ehe er bei den US Open sein Comeback im Einzel feiern konnte.
In New York fand der 23-Jährige sofort zurück in die Erfolgsspur und gewann seine ersten vier Partien. Für Alcaraz endete das Turnier in Flushing Meadows jedoch im Viertelfinale. Shelton setzte sich in einer Partie, die um 3:33 Uhr endete – so spät wie noch kein Match in der Geschichte der US Open –, mit 6:7 (5), 6:1, 6:3, 1:6, 7:6 (7) durch.
Alcaraz: „Das Viertelfinale war ein Geschenk für mich – ich habe gelitten, aber es auch genossen“
Nach seinem Ausscheiden bei den US Open erklärte Alcaraz gegenüber Reportern, er verlasse den Platz „glücklich und mit einem Lächeln“. Später stellten einige seine Aufrichtigkeit infrage.
I love a great attitude! 👏🏼
— AIYAH (@Aiyah1) September 9, 2026
Carlos Alcaraz on his defeat:
“I leave the court happy. I leave the court with a smile, healthy, and this is what I needed." https://t.co/rZoXxoDrax
Der Spanier bleibt jedoch bei seiner Aussage.
„Das Viertelfinale war großartig – es war ein Geschenk für mich. Ich habe gelitten, aber ich habe es auch genossen. Deshalb habe ich gelächelt, als ich den Platz verlassen habe: Dieses Gefühl hatte mir gefehlt“, sagte Alcaraz.
Alcaraz fordert Änderung der Grand-Slam-Spielpläne: Schluss sollte spätestens um 23 Uhr sein
Auf die späte Ansetzung der Partie gegen Shelton angesprochen, erklärte die derzeitige Nummer drei der Weltrangliste, dass er künftig lieber auf späte Beginnzeiten und Spielenden verzichten würde.
„Ich denke, das ist zu viel. Die Menschen sind zwar geblieben, um das letzte Match zu sehen, aber wenn die Partie früher angesetzt worden wäre, hätte das Stadion voll sein können. Ich würde den Spielplan gerne etwas verändern – mit einem spätesten Ende um 23 Uhr oder zu einer anderen Zeit, die besser wäre“, sagte der siebenmalige Grand-Slam-Champion.
Am kommenden Wochenende kehrt Alcaraz bereits auf den Tennisplatz zurück. In London tritt er beim Laver Cup an.
