Carlos Alcaraz will fünf Sätze behalten und Matches früher beenden

by Faruk Imamovic
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Carlos Alcaraz will fünf Sätze behalten und Matches früher beenden
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Carlos Alcaraz möchte die Best-of-five-Tradition der Grand-Slam-Turniere erhalten, obwohl ihn genau dieses Format bei den US Open bis tief in die Nacht gefordert hat. Sein Viertelfinale gegen Ben Shelton endete erst nach 3:30 Uhr, nachdem Shelton den Fünfsatzkrimi für sich entschieden hatte.

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Für Alcaraz liegt das Problem nicht in der möglichen Länge eines Matches, sondern in dessen Beginn. „Wir würden das Grand-Slam-Vermächtnis zerstören“, sagte er über die Idee, die Männerkonkurrenz auf drei Gewinnsätze zu verkürzen. Fünf Sätze machten diese Turniere aus seiner Sicht besonders und unterschieden sie vom übrigen Kalender.

Tradition und Gesundheit müssen kein Gegensatz sein

Bei den US Open gingen zwei der vier Viertelfinals über die volle Distanz. Solche Matches erzeugen die sportliche Prüfung, die Alcaraz bewahren will. Beginnen zwei Partien einer Night Session jedoch erst ab etwa 19 Uhr, kann eine lange erste Begegnung den folgenden Spielern einen Start zu ungewöhnlich später Stunde aufzwingen.

Alcaraz schlägt deshalb ein maximales Spielende um 23 Uhr vor. Diese Grenze würde nicht den sportlichen Modus verändern, sondern die Planung. Spieler könnten weiterhin über fünf Sätze gefordert werden, müssten den entscheidenden Teil eines Matches aber nicht regelmäßig in den frühen Morgenstunden austragen.

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Die Unterscheidung ist wichtig. Eine Verkürzung würde die Belastung innerhalb des Wettkampfs reduzieren. Eine Sperrstunde zielt dagegen darauf, dieselbe Belastung zu einer vertretbareren Uhrzeit stattfinden zu lassen.

Wimbledon zeigt eine mögliche Richtung

Wimbledon arbeitet bereits mit einer Sperrstunde um 23 Uhr. Dort gilt eine Tageskarte für das gesamte Programm, während Australian Open, French Open und US Open eigene Night Sessions anbieten. Diese Abendkarten umfassen gewöhnlich zwei Begegnungen.

Das Geschäfts- und Zuschauermodell der drei Turniere macht eine Änderung komplizierter. Ein früheres Ende könnte bedeuten, dass Matches unterbrochen oder Abendprogramme anders zusammengestellt werden. Alcaraz liefert daher kein fertiges Organisationsmodell, sondern setzt eine Priorität: Die Startzeiten dürfen die Gesundheit und die Qualität des Spiels nicht unnötig verschlechtern.

Seine eigene Niederlage schärft das Argument

Der späte Ausgang gegen Shelton gibt Alcaraz' Position besonderes Gewicht. Er fordert nicht die Abschaffung einer Disziplin, die ihn geschlagen hat. Stattdessen verteidigt er ihren sportlichen Wert und kritisiert die Bedingungen, unter denen sie ausgetragen wurde.

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Damit verschiebt er die Debatte von der Satzanzahl auf den Tagesplan. Fünf Sätze bleiben die besondere Prüfung der Grand Slams. Die Turniere müssen nun entscheiden, ob sie diese Prüfung besser schützen, indem sie ihr einen verlässlicheren zeitlichen Rahmen geben.

Carlos Alcaraz
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