Carlos Alcaraz übersteht schwierigen Auftakt in Tokio

by Faruk Imamovic
SHARE
Carlos Alcaraz übersteht schwierigen Auftakt in Tokio
© tntsports/X/Fair Use

Carlos Alcaraz hat sein erstes Match auf der ATP-Tour nach einer viereinhalbmonatigen Verletzungspause gewonnen. Der Titelverteidiger setzte sich beim ATP-500-Turnier in Tokio gegen Alex Michelsen mit 7:6, 4:6 und 6:1 durch. In der zweiten Runde wartet Matteo Arnaldi.

ADVERTISEMENT

Das Ergebnis ist für den Weltranglistendritten wichtiger, als ein gewöhnlicher Auftaktsieg vermuten lässt. Alcaraz braucht nach seinem Comeback bei den US Open und dem Laver Cup vor allem Spielpraxis. Michelsen zwang ihn über drei Sätze und machte sichtbar, dass der Spanier seinen Rhythmus noch nicht vollständig zurückgewonnen hat.

Der dritte Satz zeigt die richtige Reaktion

Alcaraz sicherte sich den engen ersten Durchgang im Tiebreak, verlor anschließend jedoch den zweiten Satz mit 4:6. Entscheidend war deshalb nicht nur der Sieg, sondern seine Antwort auf den Rückschlag. Mit einem klaren 6:1 nahm er Michelsen im letzten Abschnitt jede Hoffnung auf eine Überraschung.

Diese Steigerung liefert einen brauchbaren Hinweis auf seine aktuelle Belastbarkeit. Alcaraz musste nach dem Satzausgleich zusätzliche Zeit auf dem Platz verbringen und fand dennoch eine deutlichere Lösung. Für einen Spieler, der noch an seiner Wettkampfhärte arbeitet, kann ein solches Match wertvoller sein als ein problemloser Erfolg in zwei Sätzen. Zugleich zeigte der zweite Durchgang, dass seine Leistung noch Schwankungen enthält und Geduld verlangt. Die klare Reaktion stärkt sein Vertrauen für die nächste Runde.

ADVERTISEMENT

Mehrere gesetzte Spieler sind bereits ausgeschieden

Gleichzeitig hat sich die obere Hälfte des Tableaus geöffnet. Tommy Paul verlor mit 1:6 und 2:6 gegen Alejandro Tabilo. Taylor Fritz unterlag Jaume Munar in drei Sätzen, während Casper Ruud gegen Luciano Darderi in zwei Durchgängen ausschied.

Alcaraz ist damit der einzige verbliebene gesetzte Spieler in seiner Hälfte. Darderi, derzeit die Nummer 19 der Welt, ist dort der am höchsten platzierte mögliche Gegner. Diese Ausgangslage vergrößert seine Chance auf das Finale, garantiert ihm jedoch keinen leichten Weg. Schon Michelsen zeigte, wie schnell fehlender Rhythmus einen klaren Favoriten unter Druck bringen kann.

Zusätzlich verteidigt Alcaraz die 500 Punkte seines Vorjahrestitels. Jeder weitere Sieg hilft ihm deshalb nicht nur beim Aufbau seiner Form, sondern verhindert auch einen größeren Verlust in der Rangliste. Tokio bietet ihm nun genau das, was er nach der Pause benötigt: mehrere erreichbare Aufgaben und genügend Widerstand, um seinen Zustand realistisch zu prüfen.

Carlos Alcaraz
SHARE