Social Media und Druck: Wie Ben Shelton mit negativer Kritik umgeht

In den letzten Stunden sprach der US-Amerikaner mit GQ und äußerte sich dabei auch zu seinem Verhältnis zu sozialen Medien und Kritik

by Faruk Imamovic
SHARE
Social Media und Druck: Wie Ben Shelton mit negativer Kritik umgeht
© Elsa / Staff Getty Images Sport

Bei den US Open konnten wir die hervorragenden Leistungen des jungen Amerikaners Ben Shelton bewundern. Wir haben ihn gut im Jahr 2023 gesehen: Ben hatte seinen endgültigen Durchbruch in den USA und erreichte so das Halbfinale des New York Turniers.

Shelton erreichte die letzten vier in Flushing Meadows und kapitulierte nur vor Novak Djokovic, der nach dem Spiel den jungen Spieler verspottete. All dies löste eine Menge Kontroversen aus, die sogar von Sheltons Vater mit seinen Worten angeheizt wurden.

In der Zwischenzeit sprach er in den letzten Stunden mit GQ und äußerte sich auch zu seiner Beziehung zur Kritik. Der junge Tennisspieler erklärte: "Bei den US Open gab es immer Kameras und Mikrofone. Ich ging ins Fitnessstudio, um mit Coco Gauff zu plaudern, und überall waren Mikrofone.

Sie beobachteten jede Bewegung von ihr. Es gibt keinen sicheren Raum, in dem die Leute dich beobachten, und wenn du ins Hotelzimmer zurückkehrst, kannst du dich entspannen."

Shelton, wie Gauff, liest die negativen Kommentare in den sozialen Medien.

Shelton betonte, dass jetzt jede Bewegung des Tennisspielers genau verfolgt wird, wie auch das Video von Aryna Sabalenkas zerbrochenem Schläger (die Weißrussin war sich der Break Point Kameras bewusst - Anm.

d. Red.). In diesem Zusammenhang enthüllt er: "Manchmal sagt man etwas, das man nicht vor der Kamera sagen möchte, und es bleibt einem im Kopf." Dann bezüglich der Kritik der Fans gab Ben eine sehr ähnliche Antwort wie der US Open Champion und sein Freund Coco Gauff: "Ich werde nicht lügen, ich schaue definitiv auf die sozialen Medien.

Ich nutze die negativen Nachrichten, die zu mir kommen, als Ansporn. Sie machen mich stark und helfen mir, besser zu spielen." Dann fährt er fort: "Jede Kleinigkeit, die wir tun, wird analysiert und oft missbilligt.

Es kommt vor, dass ich einen Punkt mache und schreie, um zu feiern, und die Leute kritisieren mich und sagen, dass ich übertrieben und außer Kontrolle bin. Es ist leicht, im Zirkel egozentrisch zu werden, auch weil objektiv alles um uns herum dreht. Man stellt uns auf ein Podest, und letztendlich fühlt sich jeder Tennisspieler so."

Ben Shelton
SHARE