Das French-Open-Finale 2025 zwischen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner sorgt noch Monate später für Gesprächsstoff. In einem packenden Fünf-Satz-Krimi setzte sich der Spanier mit 4:6, 6:7 (4), 6:4, 7:6 (3), 7:6 (10:2) durch – das längste Endspiel in der Geschichte des Turniers. Für viele war es ein Tennis-Epos. „Das war wahrscheinlich das größte Match aller Zeiten“, urteilte Yannick Noah, ehemaliger Grand-Slam-Sieger und nun neuer Kapitän von Team Europa im Laver Cup.
Alexander Zverev, derzeit Weltranglistendritter, ging noch weiter: „In vielerlei Hinsicht haben wir so etwas noch nie gesehen, einfach von der Geschwindigkeit her. Wir hatten großartige Champions und großartige Matches in den letzten 15 Jahren mit Rafa, Roger und Novak. Aber diese Art, Tennis zu spielen, habe ich noch nie zuvor gesehen.“
Der Glaube machte den Unterschied
Für Alcaraz war der Triumph vor allem eine Frage der mentalen Stärke. „Ich habe immer daran geglaubt, dass ich zurückkommen kann, auch bei den Matchbällen gegen mich“, erklärte der Titelverteidiger. „Das Wichtigste war, nie aufzugeben und weiterzumachen. Ich habe versucht, die Zuschauer und die guten Ballwechsel zu nutzen, um mich hochzuziehen. Körperlich war es extrem anstrengend, aber ich habe nie aufgehört zu glauben.“
Sinner und Alcaraz dominieren das Herrentennis seit zwei Jahren nahezu nach Belieben. Alle acht jüngsten Grand-Slam-Titel gingen an einen der beiden. Auch bei den darauffolgenden Finalduellen teilten sie sich die Siege. Für die Konkurrenz bleibt die Herausforderung groß. „Carlos und Jannik sind momentan allen voraus“, betonte Zverev. „Es ist unsere Aufgabe, aufzuschließen und gegen sie zu bestehen.“
Ein Duell, das Tennis prägt
Noah sieht in diesem Finale nicht nur ein sportliches Highlight, sondern ein Ereignis mit Bedeutung für die gesamte Szene: „Es war sicher gut für den Tennissport.“ Auch Zverev sprach von einem Erlebnis, das das Spiel verändert habe. Die beiden jungen Stars setzen neue Maßstäbe – und ihre Rivalität verspricht noch viele weitere große Momente.
